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Luftwaffe : Zwei Tote nach Tornado-Absturz in den USA

  • Aktualisiert am
Bundeswehr-Tornado beim Start
          1 Min.

          Beim Absturz eines deutschen Kampfjets vom Typ Tornado sind am Samstag im US-Bundesstaat Nevada die beiden Insassen ums Leben gekommen. Wie das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe am Montag mitteilte, sei die Maschine gegen 20 Uhr Ortszeit in der Nähe von Las Vegas aus noch unbekannter Ursache bei einem Übungsflug abgestürzt. Die Unglücksursache werde von deutschen und US-Experten untersucht. Die Angehörigen der Toten seien bereits informiert worden.

          Der 36-jährige Pilot und der gleichaltrige Waffensystemoffizier gehörten dem Jagdbombergeschwader 33 in Büchel in der Eifel an. Ein Kommando des Geschwaders befinde sich derzeit zur Ausbildung auf dem amerikanischen Stützpunkt Nellis bei Las Vegas/Nevada. Der Tornado sei 180 Kilometer nordwestlich der Basis auf dem Übungsgelände abgestürzt, teilte der Pressesprecher der Luftwaffe, Oberstleutnant Thomas Scheibe, mit.

          Bundeswehr untersucht Ursache

          Am Montag werde ein Team der Kölner Dienststelle „General Flugsicherheit in der Bundeswehr“ zu weiteren Untersuchungen in die USA aufbrechen. „Erfahrungsgemäß dauern solche Untersuchungen jedoch Wochen und Monate“, sagte Scheibe. Wie aus Luftwaffenkreisen zu erfahren war, meldeten sich bereits am Sonntag zahlreiche in den USA stationierte Piloten zu Hause, um ihre Angehörigen zu beruhigen.

          Die Bundeswehr fliegt seit 1981 mit dem Allwetter-Angriffs-Flugzeug Tornado, das von Deutschland, Großbritannien und Italien gemeinsam entwickelt wurde. Von ursprünglich 357 Flugzeugen dieses Typs verlor die Luftwaffe bislang 35. Dabei gab es bis zum Samstag 28 Tote. Zuletzt war ein Tornado im August vergangenen Jahres in Kanada abgestürzt. Auch dabei waren Pilot und Waffensystemoffizier, 35 und 26 Jahre alt, ums Leben gekommen.

          Tornado „statistisch sicher“

          Der Tornado gilt dennoch als „statistisch sicher“. So war die Unfallquote beim Vorgänger-Typ, dem Starfighter, der von den sechziger bis zu den achtziger Jahren im Einsatz war, weitaus höher. 291 der 960 Maschinen stürzten ab. Auch vergleichbare amerikanische Jagdflieger wie die F18 oder F16 weisen eine leicht höhere Absturzquote auf.

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