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Luftverkehr : Concorde-Nase für 460.000 Euro versteigert

  • Aktualisiert am

Concorde-Kapitän Bannister (l) gratuliert Ferenc Gaspar zur Nase Bild: AP

Seine Begeisterung, daß er die Nase der Concorde für einen „Schnäppchenpreis“ ersteigern konnte, sei mit Worten nicht zu beschreiben, sagte der Ungarn-stämmige New Yorker Ferenc Gaspar nach der Auktion.

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          Für den Preis von umgerechnet 460.000 Euro hat ein Luftfahrt-Fan in London die legendäre Nase eines Concorde-Jets ersteigert. Seine Begeisterung für den Überschalljet sei mit Worten nicht zu beschreiben, sagte der Ungarn-stämmige New Yorker Ferenc Gaspar nach der Auktion am Montagabend.

          Der 45jährige wolle das gute Stück bei Wohltätigkeitsveranstaltungen ausstellen. Mit 320.000 Pfund erzielte die Concorde-Nase fast das Zehnfache ihres Schätzpreises von nur 35.000 Pfund. Gaspar, ein ungarischer Geschäftsmann aus New York, zeigte sich anschließend fest überzeugt, das sperrige Objekt zu einem Spottpreis erworben zu haben: „Das ist sehr billig“, sagte er am Montagabend. „Ich hatte damit gerechnet, eine Million Pfund (1,4 Millionen Euro) oder mehr zu bezahlen.“

          Insgesamt 600.000 Pfund eingenommen

          Tausend Luftfahrt-Fans drängelten sich bei der Versteigerung im Londoner Auktionshaus Bonhams. Der Fluggeschwindigkeitsmesser, der einst die Überschallgeschwindigkeit der Maschine angezeigt hatte, ging für 10.000 Pfund an einen Bieter. Insgesamt kamen 128 Concorde-Teile von der Nase über Navigationsinstrumente bis zum Aschenbecher unter den Hammer. Manche Teile erzielten das 40fache des Schätzpreises. Eine graue Wolldecke, die auf etwa 85 Euro geschätzt worden war, wechselte für 1.700 Euro den Besitzer. Dabei wurden 600.000 Pfund eingenommen, die British Airways spenden will. Eine ähnliche Auktion in Paris erzielte im vergangenen Monat mehr als drei Millionen Euro Erlös.

          Die Überschall-Flugzeuge von British Airways und Air France waren kürzlich aus Kostengründen stillgelegt worden. Die 120 versteigerten Gegenstände stammten aber nicht daher, sondern von einer Maschine, die in den 70er Jahren ausgemustert worden war. Danach mußten auch die Concorde-Paßagiere aus Sicherheitsgründen mit Plastikbesteck essen. Der frühere Concorde-Chefpilot von BA, Mike Bannister, war begeistert von dem großen Interesse: „Das zeigt, was für ein besonderes Flugzeug die Concorde gewesen ist.“

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