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Lernen : Auch Erwachsene können Sprachen lernen wie Muttersprachler

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Ihre Gehirnaktivität verrät, wie gut Ihre Fremdsprachenkenntnisse sind.

          Muttersprachler reagieren auf Fehler in Satzstruktur und Grammatik mit gänzlich anderen Gehirnteilen als Spät-Lerner. Daraus schlossen Wissenschaftler, dass wer spät lernt, nie aufholt. Dabei scheint eher die Güte der Kenntnis einer Sprache über die Gehirnaktivität zu entscheiden, zeigt eine neue Studie.

          Forscher des Max-Planck-Instituts für neuropsychologische Forschung in Leipzig und der Georgetown University haben, um die These der nie aufholenden Spät-Lerner zu testen, eine eigene Sprache erfunden. 14 Wörter und einige wenige grammtikalische Regeln haben gereicht, um die These zu widerlegen.

          Je besser gelernt, desto "automatischer" benutzt

          Denn die Spät-Lerner der Mini-Sprache reagierten mit den gleichen Gehrinregionen, die bei "richtigen" Sprachen nur Muttersprachler nutzen. Dieses Ergebnis legt nahe, dass auch Spät-Lerner noch lernen können eine Sprache so "automatisch" zu bearbeiten wie es Muttersprachler tun. Darüber, wie man eine Sprache benutzt, wie man sie "denkt", entscheidet also wie gut man sie spricht.

          Im nächsten Schritt werden die Wissenschaftler die künstliche Sprache weiter ausbauen, um die Gehirnaktivität besser zu verstehen.

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