Nach Schauprozess :
China verurteilt Bürgerrechtler aus Taiwan

Lesezeit: 3 Min.
Lee Ming-che bei seinem Gerichtsauftritt im September.
„Ein Huhn töten, um die Affen zu verschrecken“ ist ein chinesisches Sprichwort. Erstmals steckt China einen Taiwaner wegen angeblich subversiver Aktivitäten ins Gefängnis. Soll Lee Ming-che der demokratischen Insel ein warnendes Beispiel sein?

Im ersten Prozess gegen einen taiwanischen Bürgerrechtler in China ist der Hochschullehrer Lee Ming-che zu einer hohen Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Ein Volksgericht in Yueyang in der Provinz Hunan befand den 42-Jährigen am Dienstag der „Untergrabung der Staatsgewalt“ für schuldig. Sein chinesischer angeblicher Mitstreiter Peng Yuhua wurde sogar zu sieben Jahren verurteilt. Beiden war vorgeworfen worden, über Jahre ein Netzwerk aufgebaut zu haben, um in China ein Mehrparteiensystem zu schaffen.

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