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Lebensmittel : Fleisch mit Wasser gepanscht

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          1 Min.

          In deutschem Fleisch haben Prüfer des Chemischen Untersuchungsamtes in Hamm Panschereien nachgewiesen. Einige Hersteller haben offenbar Kochschinken und Schnitzel mit unerlaubt großen Mengen Wasser versetzt, sagte die Leiterin des Instituts, Anneliese Brockmann. Das Wasser im Fleisch sei zwar nicht gesundheitsgefährdend, es handele sich aber um eine Täuschung der Verbraucher. Die Namen der betroffenen Firmen nannte die Institutsleiterin nicht, da die Untersuchungen der Behörde noch nicht abgeschlossen sind. Die Befunde stammen den Angaben zufolge aus dem vergangenen Jahr.

          Die Prüfer seien im Jahr 2000 bei 39 Prozent der 83 Proben auf unzulässige Mengen Wasser gestoßen, sagte Brockmann. „Inzwischen sind die Prozentzahlen aber deutlich nach unten gegangen.“ Im laufenden Jahr seien bislang zwölf von insgesamt 117 Proben mit Wasser versetzt gewesen. Zusätzlich setzten die schwarzen Schafe der Branche beispielsweise bei Kochschinken Eiweiße in Form von „hydrolysierter Gelatine“ zu, damit das typische Wasser-Eiweiß-Verhältnis erhalten bleibe. „Das ist aber nicht gesundheitsschädlich, das wäre eine Irreführung der Verbraucher“, betonte sie. Illegal ist auch nicht das Wasser im Fleisch, jedoch die Menge. Die so genannte Flüssigwürzung, bei der die Flüssigkeit in das Fleisch injiziert werde, sei aber erlaubt, wenn der Anteil acht Prozent nicht übersteige.

          Recherchen noch nicht abgeschlossen

          Mit der Bemerkung: „Wir sind der Sache auf der Spur“ wies eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums in Düsseldorf darauf hin, dass die Recherchen der Behörden noch nicht abgeschlossen sind. Erst dann könne entschieden werden, ob die Herstellerfirmen mit Konsequenzen zu rechnen hätten. Vorher könnten auch keine Unternehmen genannt werden, um möglichen Schadensersatzforderungen vorzubeugen.

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