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Lampedusa : 25 Afrikaner in libyschen Gewässern umgekommen

  • -Aktualisiert am

In dem Flüchtlingsboot vor Lampedusa fand die italienische Küstenwache 25 Afrikaner tot auf Bild: AFP

Im heißen Lade- und Maschinenraum eines übervollen und nicht seetauglichen Bootes vor der italienischen Insel Lampedusa sind 25 junge afrikanische Flüchtlinge höchstwahrscheinlich durch den Motorenrauch erstickt.

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          Die Leichname von 25 Schwarzafrikanern wurden von der italienischen Küstenwache in einem Kutter mit etwa 270 Personen aufgefunden. Ihr Tod ist bisher ungeklärt. Am Montag berichtete die Küstenwache, sie habe am Sonntag in noch libyschen Gewässern ein überladenes Schiff gesichtet und auf die italienische Insel Lampedusa geleitet. Zu den überlebenden Migranten gehörten 36 Frauen und 21 Kinder. Im Laderaum des Schiffes aber seien 25 tote junge Männer gefunden worden, die nach ersten Vermutungen im Maschinenraum erstickten. Es sei ihnen nicht gelungen, den verschlossenen Raum zu verlassen, vermutet die Küstenwache. Sie seien die ersten gewesen, die an Boot kamen und konnten später durch das Gedränge nicht mehr die frische Luft erreichen. Die meisten Opfer stammen laut Küstenwache aus Staaten südlich der Sahara. Seit Jahresbeginn kamen mehr als 11.000 Afrikaner aus Libyen nach Lampedusa.

          Unterdessen protestierten Migranten im Sammellager von Bari in der süditalienischen Region Apulien gegen die schleppende Bürokratie und ihre Lebensverhältnisse. 20 Polizisten und 15 Migranten wurden bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen verletzt. Die Migranten legten Feuer, schlugen mit Eisenstangen um sich und warfen Steine. Sie protestierten dagegen, dass es immer nur Nudeln zu Essen gebe und dass es zu wenig Duschen und WCs gebe. Bei den Migranten handelt es sich um Schwarzafrikaner, die in Bari einen Asylantrag gestellt haben.

          Mit etwa 270 Flüchtlingen an Bord war das Boot vermutlich vollkommen überladen

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