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Zwölf Verletzte : Wieder Feuer in Gefängnis von Kleve

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Die Justizvollzugsanstalt Kleve: Am Montag hat es in der Zelle eines 28-jährigen Häftlings gebrannt. Bild: dpa

Gut zwei Monate nach dem tödlichen Brand im Gefängnis von Kleve ist dort abermals ein Feuer ausgebrochen. Zwölf Vollzugsmitarbeiter mussten verletzt ins Krankenhaus.

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          Abermals  ist im Gefängnis von Kleve ein Feuer ausgebrochen. Zwölf Bedienstete seien am Montag mit Verdacht auf Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei am Montag mit. Der Brand sei in der Zelle eines 28-Jährigen ausgebrochen. Der Häftling habe unverletzt gerettet werden können und sei in einer anderen Zelle untergebracht worden. Der Deutsche sitze wegen Diebstahls hinter Gittern und werde seine Strafe noch bis Ende Februar 2019 verbüßen müssen.

          Die Feuerwehr habe den Band schnell löschen können. Die Polizei habe Ermittlungen zur Ursache des Feuers aufgenommen. Die betroffene Zelle sei versiegelt worden und werde nun von einem unabhängigen Brandsachverständigen untersucht.

          Bereits Mitte September hatte es in dem Gefängnis gebrannt: Der unschuldig inhaftierte Syrer Ahmed A. hatte dabei tödliche Verbrennungen erlitten. Der 26-Jährige war mit einem Mann aus dem afrikanischen Mali verwechselt worden. Der Fall soll demnächst von einem Untersuchungsausschuss des Landtags überprüft werden.

          Außer dem Syrer hatten damals zehn weitere Menschen - acht Bedienstete und zwei Zellennachbarn - bei dem Gefängnisbrand Rauchvergiftungen erlitten. Von dem Feuer am Montag sei eine andere Abteilung des Gefängnisses betroffen gewesen.

          „Die Nachricht über den heutigen Brand in der Justizvollzugsanstalt in Kleve macht mich sehr betroffen. Ich hoffe jetzt, dass alle bald wieder wohlauf sind und danke den vielen helfenden Händen vor Ort“, sagte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) laut Mitteilung. „Der erneute Brand zeigt, wie wichtig es ist, dass sich die von mir eingesetzte Expertenkommission mit dem Thema „Brand in einer JVA“ intensiv beschäftigen wird.“

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