https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/zweifacher-moerder-in-kanada-nach-40-jahren-gefasst-18499610.html

Kanada : Zweifacher Mörder nach 40 Jahren gefasst

  • -Aktualisiert am

Verwandte von Erin Gilmour bei der Pressekonferenz in Toronto. Der mutmaßliche Mörder von Erin Gilmour konnte nun ermittelt werden. Bild: AP

Gegen den 61-Jährigen wurde Anklage erhoben. Er soll in den Achtzigerjahren zwei Frauen sexuell missbraucht und ermordet haben. Nun konnte er durch einen DNA-Abgleich ausfindig gemacht werden.

          1 Min.

          Fast 40 Jahre nach dem gewaltsamen Tod von zwei Kanadierinnen ist der mutmaßliche Täter verhaftet worden. Wie die Polizei in Toronto am Montag mitteilte, führte die Auswertung von genetischem Material, das an beiden Tatorten gefunden wurde, zu George Sutherland.

          Gegen den 61-Jährigen, der inzwischen von Toronto in das etwa 850 Kilometer entfernte Moosonee gezogen war, wurde Anklage wegen zweifachen Mordes erhoben.

          Sutherland soll im Sommer 1983 die 45 Jahre alte Sozialarbeiterin Susan Tice in ihrem Haus sexuell missbraucht und erstochen haben. Vier Monate später fanden Ermittler den Leichnam der 22 Jahre alten Designerin und Erbin Erin Gilmour, die unter ähnlichen Umständen starb.

          Mit Hilfe von DNA-Spuren ermittelt

          Die Ermittlungen des Toronto Police Service liefen damals ins Leere. Wie der „Toronto Star“ meldete, führte genetische Genealogie in der vergangenen Woche schließlich zu Sutherland. Mit Hilfe der DNA, die der Mörder in den Wohnungen der Opfer zurückgelassen hatte, entwarfen die Ermittler ein genetisches Profil seiner Familie.

          Der Abgleich des Profils mit Daten der Genealogie-Website GEDmatch wies zu Sutherland. Wie weitere Ermittlungen ergaben, lebte der damals Zweiundzwanzigjährige 1983 in Toronto, war aber später in die Kleinstadt Moosonee an der Hudson Bay gezogen.

          Dort soll Sutherland jahrelang unauffällig gelebt haben. „Ohne genetische Genealogie wären wir nie auf seinen Namen gestoßen“, sagte ein Polizeisprecher. Der erste Gerichtstermin erwartet den mutmaßlichen Frauenmörder am 9. Dezember.

          Topmeldungen

          Freude über eine Investition: Bundeskanzler Olaf Scholz, der Chef des Chipherstellers Wolfspeed, Gregg Lowe, und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck

          Subventionswettlauf : Wer bietet mehr?

          China, Amerika und die EU: Plötzlich buhlen alle mit Milliarden-Subventionen um die Hersteller von Batteriezellen, Solarpaneelen und Chips. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Wettlauf. Es steht viel auf dem Spiel.
          Im Handelssaal der Frankfurter Börse

          Geldanlage : Die seltsame Dax-Erholung

          Deutsche Aktien haben einen Lauf – als hätte es Krieg und Inflationssorgen nie gegeben. Wie kann das sein?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.