https://www.faz.net/-gum-a0f4r

Im Garten des Stiefvaters : Zwei vermisste Kinder in Idaho tot aufgefunden

  • Aktualisiert am

Freunde gedenken der beiden vermissten Kinder. Bild: AP

Nach den Kindern wurde seit vergangenem November gesucht. Als verdächtig gelten die Mutter und der Stiefvater – die Polizei untersucht bereits mögliche Verbindungen des Paars mit einer Reihe von Todesfällen.

          1 Min.

          Im amerikanischen Bundesstaat Idaho hat die Polizei die Überreste von zwei seit Monaten verschwundenen Kindern gefunden. Sie seien in der Nähe des Hauses ihres Stiefvaters Chad Daybell gefunden worden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Nach der 17-Jährigen und ihrem zehn Jahre jüngeren autistischen Halbbruder wurde seit vergangenem November gesucht. Ihre Mutter Lori Vallow hatten amerikanische Polizisten im Februar gemeinsam mit ihrem Mann auf Hawaii festgenommen.

          Am Dienstag hatten die Beamten das Haus und Grundstück des Manns in Idaho durchsucht und dabei die Überreste der beiden vermissten Kinder gefunden. Zu den Todesursachen wurde zunächst nichts bekannt. Die Art, wie eine der Leichen versteckt worden war, bezeichnete ein Staatsanwalt aber laut Zeitungsberichten als besonders „ungeheuerlich“.

          Daybell ist der fünfte Ehemann der Mutter. Die Polizei untersucht nun weitere mögliche Verbindungen des Paars mit einer Reihe von Todesfällen: Unter anderem soll die Leiche von Daybells vorheriger Frau Tammy exhumiert und untersucht werden – sie war im Oktober im Alter von 49 Jahren angeblich eines natürliches Todes gestorben.

          Daybell und Vallow heirateten nur zwei Wochen nach dem Tod der verstorbenen Ehefrau und zogen kurz darauf nach Hawaii. Nachdem die Großeltern der Kinder lange nichts mehr von ihren Enkeln gehört hatten, gaben sie im November eine Vermisstenanzeige auf.

          Vallows früherer Ehemann Charles Vallow war im vergangenen Juli während des Scheidungsprozesses von Vallows Bruder erschossen worden, angeblich aus Notwehr. Der Bruder starb ein halbes Jahr später unter ungeklärten Umständen. Ein früherer Ehemann von Vallow war 2018 gestorben – damals galt ein Herzinfarkt als Todesursache.

          Nach Aussagen von ihres erschossenen früheren Manns war Vallow Esoterik-Anhängerin, hielt sich für eine Göttin und war von der bevorstehenden Apokalypse überzeugt. Ihr heutiger Ehemann Daybell ist Autor esoterischer Bücher über seine „Kontakte“ zur anderen Welt. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.

          Welcher Hinweis die Polizisten dahin führte, ein Loch genau an der Stelle in Daybells Garten zu graben, wo die beiden Kinder vergraben waren, ist noch nicht bekannt. Nach Angaben des Fernsehsenders CBS wurde der Stiefvater erst nach dem Fund der Kinderleichen festgenommen. Seine Frau, die Mutter der Kinder, sitzt bereits seit März wegen Kindesaussetzung in Haft.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Besucher auf der Pekinger Automesse probieren den neuen Mercedes V260 L SPV.

          Pekinger Automesse : Autobauer hoffen auf China

          Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie kommt die Autowelt wieder in China zu einer großen Messe zusammen. Die Aussichten für den größten Automarkt sind gut - aber auch die Abhängigkeit von China wächst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.