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Urteil in Stockholm : Zwei Jahre Haft in Vergewaltigungsskandal um Schwedische Akademie

  • Aktualisiert am

Jean-Claude Arnault, hier im Gericht in Stockholm Mitte September, ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Bild: AP

Der Franzose Jean-Claude Arnault muss wegen Vergewaltigung ins Gefängnis. Er war der Auslöser für den Konflikt in der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt.

          Der Franzose Jean-Claude Arnault, Auslöser für den Konflikt in der Schwedischen Akademie, muss wegen Vergewaltigung ins Gefängnis. Ein Gericht in Stockholm verurteilte den 72-Jährigen am Montag zu zwei Jahren Haft.

          Arnault ist mit dem Mitglied der Schwedischen Akademie Katarina Frostenson verheiratet. Die Akademie vergibt jedes Jahr den Literaturnobelpreis. In diesem Jahr wurde die Verleihung abgesagt, weil die Mitglieder völlig zerstritten sind.

          Grund waren unterschiedliche Auffassungen darüber, wie man mit den Vorwürfen gegen Arnault umgehen sollte. In einem offenen Brief in der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“ haben insgesamt 18 Frauen dem Franzosen sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Verurteilt wurde er am Freitag wegen Vergewaltigung einer Frau. Eine Anklage wegen Korruption wurde bereits früher aus Mangel an Beweisen fallengelassen.

          Als die Vorwürfe gegen Arnault im November bekannt wurden, entschied die Mehrheit der Akademie, dass Frostenson trotz der Anschuldigungen gegen ihren Mann im Amt bleiben könne. Aus Protest hatten daraufhin mehrere Jurymitglieder ihre Arbeit niedergelegt. Im Mai kündigte die Akademie an, dass 2018 kein Literaturnobelpreis vergeben wird.

          Anmerkung der Redaktion

          In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, der ein Bericht, dass 18 Frauen Arnault beschuldigten sei in der Zeitung „Svenska Dagbladet“ erschienen. Das ist nicht richtig, der offene Brief der 18 Frauen erschien in der Zeitung „Dagens Nyheter“. Wir haben das korrigiert.

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