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„Wird nicht die Letzte sein“ : Schadenersatzklage gegen Weinstein

  • Aktualisiert am

Der Hollywood-Glanz war einmal: Harvey Weinstein im Februar bei der Oscar-Verleihung. Bild: Reuters

Eine Schauspielerin hat eine Schadenersatzklage gegen Harvey Weinstein eingereicht, weil er sie zweimal in einem Hotel in Beverly Hills sexuell missbraucht haben soll. Auch gegen „The Weinstein Company“ wird geklagt.

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          Dem Filmproduzenten Harvey Weinstein steht ein Auftritt vor dem Obersten Bezirksgericht in Los Angeles bevor. Eine ungenannte Schauspielerin reichte am Dienstag eine Schadensersatzklage ein, weil der 65 Jahre alte New Yorker sie zweimal in einem Hotel in Beverly Hills sexuell missbraucht haben soll. Bei einem Gespräch über eine Rolle für die Serie „Marco Polo“ zwang Weinstein die Klägerin im Jahr 2015 laut Klageschrift, ihm zuzusehen, wie er masturbierte. Bei einem zweiten Treffen ein Jahr später soll der damalige Chef der Filmgesellschaft The Weinstein Company (TWC) sie auf das Hotelbett geworfen haben, wo er sie oral und vaginal missbrauchte.

          Die kalifornische Juristin und Frauenrechtlerin Gloria Allred, die die anonyme Schauspielerin vertritt, reichte auch eine Klage gegen TWC ein. Das Unternehmen habe gewusst, dass Weinstein Schauspielerinnen systematisch mit Rollenangeboten lockte, um sie sexuell zu belästigen. „Das Verfahren wird nicht das Letzte sein“, teilte Allred mit. Die Juristin vertritt auch Mimi Haleyi, Heather Kerr und weitere Schauspielerinnen, die Vorwürfe gegen Weinstein erhoben haben. Insgesamt soll er in den vergangenen 30 Jahren mindestens 70 Frauen sexuell bedrängt oder vergewaltigt haben.

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