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Mord an Freiburger Studentin : Wie kriminell war Hussein K. in Iran und Griechenland?

Der Angeklagte Hussein K. wird am Montag in Freiburg in Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht. Bild: dpa

Im Freiburger Landgericht soll geklärt werden, in welchem Umfang der Angeklagte vor seiner Flucht nach Deutschland schon straffällig geworden war. Hierbei sollen die Behörden in Griechenland und Iran helfen.

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          Im Strafverfahren gegen den Flüchtling Hussein K. vor dem Freiburger Landgericht rückt immer stärker dessen Leben vor der Einreise nach Deutschland in den Blick. Die Staatsanwaltschaft versucht mit Rechtshilfeersuchen an die Behörden in Griechenland und in Iran zu klären, ob und in welchem Umfang er vor seiner Flucht nach Deutschland schon straffällig geworden war.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          In Griechenland war Hussein K., der im Oktober 2016 in Freiburg die 19 Jahre Medizinstudentin Maria L. getötet haben soll, zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt zehn Jahren wegen versuchtem Mord und wegen Raubes verurteilt worden.

          Er hatte im Mai 2013 auf der Insel Korfu eine junge Frau zunächst beraubt und dann über einen Zaun gestoßen. Ende Januar will das Gericht voraussichtlich zwei griechische Ermittlungsbeamte vernehmen.

          Mit dem Rechtshilfeersuchen an den iranischen Staat versuchte das Gericht, sich mehr Klarheit über die wahre Identität des Angeklagten zu verschaffen: Das Geburtsdatum und der Geburtsort stehen weiterhin nicht fest. Außerdem gibt es Zeugenaussagen, nach denen K. im jugendlichen Alter schon in Iran ein Mädchen oder einen Jungen vergewaltigt haben könnte.

          Die Auswertung von Hussein Ks. Smartphone, die am Montag von einem Polizeibeamten in der Hauptverhandlung vorgestellt wurde, ergab, dass er sich länger als zunächst bekannt am Tatort aufgehalten haben muss.

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