https://www.faz.net/-gum-9mu7m

Kriminalgutachter im Gespräch : „Mit eigenen Händen zu töten ist ein sehr intensives Erlebnis“

Wer einmal einen anderen Menschen getötet hat, weiß, dass er es kann: Szene aus dem 60er-Jahre-Film „Mord und Totschlag“ Bild: DFF Deutsches Filminstitut

Was macht einen Menschen zum Mörder? Und wie fühlt es sich an, jemanden zu töten? Ein Gespräch mit dem forensischen Psychiater Hans-Ludwig Kröber – der die Psyche von Tätern zu entschlüsseln versucht.

          3 Min.

          Herr Kröber, in Ihrem Buch beschreiben Sie 45 Fälle von Menschen, die, nachdem sie wegen Mordes oder Totschlags im Gefängnis gesessen hatten, abermals töteten. Was hat Sie bei der Recherche am meisten überrascht?

          Melanie Mühl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Die Vielfalt, die Unterschiedlichkeit der einzelnen Fälle – in jeder Hinsicht: Unterschiedlichkeit der Motive, der Opfer, der Verläufe. Manche wurden rasch wieder rückfällig – das war erwartbar, wenn jemand seelisch sehr verwahrlost ist. Aber viele auch erst nach längerer Zeit und in einer deutlich anderen Situation als bei der ersten Tat. Und wie groß die Rolle des Zufalls im Lebensverlauf ist.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.