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Versuchte Erpressung : Wie ein Süßwarenhersteller sich gegen die Mafia wehrt

Verlässt sich lieber auf die Polizei: Giuseppe Condorelli, in Italien auch als „König der Torroncini“ bekannt. Bild: ROPI

Die Cosa Nostra drohte ihm mit einem Molotow-Cocktail – doch der als „König der Torroncini“ bekannte Süßwarenhersteller Giuseppe Condorelli beugte sich den Mafiosi nicht und wird nun für seinen Mut gelobt.

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          Giuseppe Condorelli hat sich nicht erpressen lassen. Im März 2019 war dem sizilianischen Unternehmer ein Molotow-Cocktail zugeschickt worden, versehen mit einer unmissverständlichen Botschaft. Auf Deutsch lautete diese etwa: „Verhalte dich richtig oder wir jagen dich in die Luft. Such‘ dir einen Freund.“ Doch Giuseppe Condorelli verhielt sich nicht so, wie es die Cosa Nostra gefordert hatte: Statt Schutzgeld zu bezahlen ging er zur Polizei. Am Dienstag wurden, nach gut zwei Jahren Ermittlungen, gut 40 Mafiosi des Clans Ercolano-Santapaola in Catania und Umgebung festgenommen beziehungsweise unter Hausarrest gestellt.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Giuseppe Condorelli, 54 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, führt die Süßwarenfabrik in Belpasso nahe Catania in zweiter Generation. Gegründet haben das Familienunternehmen seine Eltern Pina und Francesco Condorelli vor einem halben Jahrhundert. Von einer Reise nach Turin im Piemont, so geht die Fama, habe der Konditor aus Belpasso im Südosten Siziliens Anfang der siebziger Jahre die Idee mitgebracht, aus einem herkömmlichen Nougat-Torrone ein mit Schokolade umhülltes und einzeln verpacktes Konfekt zu machen.

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