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Gefahr durch K.-o.-Tropfen : Lass Dein Glas nicht aus den Augen!

  • -Aktualisiert am

Menschen feiern im Berliner Club Cassiopeia. 230 Straftaten mit Verbindung zu K.-o.-Tropfen wurden im vergangenen Jahr in der Hauptstadt erfasst. Bild: dpa

Die fünfte Jahreszeit ist nicht nur feuchtfröhlich, sie bietet zudem Kriminellen reichlich Gelegenheiten, potentielle Opfer gefügig zu machen. K.-o.-Tropfen sind nicht nur für Frauen eine Gefahr.

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          Sechs Jahre ist es her, dass sich Lena Wilms aus Hessen auf der Dorfkirmes von einer Gruppe vermeintlich höflicher Männer ein Getränk ausgeben ließ. Nur Minuten später geht es der damals sechzehn Jahre alten Schülerin immer schlechter. Ihr wird schwindelig, sie kann kaum noch stehen, stammelt wirre Sätze vor sich hin. Einer der Männer bietet ihr an, sie nach draußen zu begleiten. Ihr Freund reagiert geistesgegenwärtig und schickt den Mann weg. Ein Bus bringt Lena anschließend nach Hause, bis vor die Tür. Immer wieder übergibt sie sich, die Mutter glaubt, ihre Tochter sei extrem betrunken. Am nächsten Tag erfährt Lena, dass einige der Partygäste noch in der Nacht mit dem Krankenwagen abtransportiert worden sind. Der Verdacht: K.-o.-Tropfen.

          Hinter diesem Begriff verbergen sich mehr als hundert Substanzen, die von Tätern – von Sexual- oder Raubdelikten – dazu eingesetzt werden, ihre potentiellen Opfer wehrlos und handlungsunfähig zu machen. Am häufigsten greifen sie dabei zu Gamma-Hydroxybuttersäure (kurz GHB), sogenanntem „Liquid Ecstasy“. Hergestellt wird es aus Gamma-Butyrolacton (GBL), einem chemischen Lösungsmittel.

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