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Entstehung der Cosa Nostra : Skorbut, Zitronen und die Mafia

Sagenumwoben: Im vergangenen Jahr starb Salvatore Riina, der frühere Boss der Cosa Nostra. Bild: EPA

Im 19. Jahrhundert entstand in Sizilien eines der mächtigsten Verbrechersyndikate überhaupt: die Cosa Nostra. Wirtschaftshistoriker haben nun den Hauptschuldigen für den Aufstieg der Bande gefunden.

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          Sizilien wurde in seiner Geschichte von vielen beherrscht: Römer, Byzantiner, Araber, Normannen, Franzosen und Spanier stritten sich um die Insel. Wegen ihrer zentralen Lage im Mittelmeer war sie wichtig als Handelsstützpunkt. Darüber hinaus aber kümmerten sich die fremden Herrscher wenig um sie. Politisch und wirtschaftlich blieb Sizilien Peripherie, bis heute hat sich daran wenig geändert. Trotzdem entstand dort im 19. Jahrhundert eine Organisation, die ihren Einfluss bis nach Amerika und in viele andere Länder ausbauen konnte, eines der mächtigsten Verbrechersyndikate überhaupt: die Cosa Nostra.

          David Klaubert

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Um die Entstehung der sizilianischen Mafia ranken sich viele Legenden. Mitglieder der Cosa Nostra selbst berufen sich gerne auf Widerstandskämpfer, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnten. Viel mehr als Verbrecherfolklore ist das allerdings nicht. Schon die frühesten bekannten Berichte über die Mafia beschreiben in der Mitte des 19.Jahrhunderts eine kriminelle „Sekte“, die auf Sizilien ihr Unwesen mit Erpressung, Raub und Mord trieb.

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