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Einigung vorerst geplatzt : Richter lehnt Plan für Millionenentschädigung von Weinstein-Opfern ab

  • Aktualisiert am

Harvey Weinstein trifft im Februar vor einem New Yorker Gericht ein. Bild: AP

Mit einem Vergleich über eine Zahlung von etwa 19 Millionen Dollar sollte eine Sammelklage von neun mutmaßlichen Opfern beigelegt werden. Überraschend lehnte ein Gericht die Einigung nun ab – einige Passagen seien „widerlich“.

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          Harvey Weinsteins mutmaßliche Opfer, die nach Zivilklagen gegen ihn und seine frühere Filmgesellschaft The Weinstein Company (TWC) auf Schadenersatzzahlungen gehofft hatten, müssen sich gedulden. Nach fast zwei Jahre langen Verhandlungen zwischen Insolvenzverwaltern, Staatsanwaltschaft und den Anwälten der Frauen lehnte ein Gericht in New York am Dienstag unerwartet einen Vergleich ab. Um die Sammelklage der mindestens neun Opfer beizulegen, hatten sich die Parteien auf eine Zahlung der Versicherung der insolventen Weinstein Company von knapp 47 Millionen Dollar geeinigt.

          Etwa 19 Millionen Dollar sollten den Klägerinnen zukommen, weitere fünf Millionen den Opfern, die sich nicht an der Sammelklage beteiligten. Die restliche Summe in Höhe von knapp 23 Millionen Dollar war für Weinsteins Anwälte und Gläubiger seiner früheren Filmgesellschaft gedacht.

          Bundesrichter Alvin Hellerstein begründete die Ablehnung mit „widerlichen“ Passagen des Vergleichs. Eine Sammelklage sei bei Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs nicht angemessen, da die einzelnen Frauen unterschiedlich gelitten hätten. Im März war Weinstein bei einem Strafprozess wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs schon zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. In Los Angeles erwartet den früheren Hollywood-Mogul derweil ein weiteres Strafverfahren.

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