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War lange in Deutschland : Mafia-Boss in Kalabrien gefasst

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Der Staatsanwalt der Provinz Catanzaro, Nicola Gratteri, bei einer Pressekonferenz 2015 Bild: AP

Er war in Deutschland untergetaucht und wurde festgenommen, als er in seine Heimat zurückkehrte: Luigi Abbruzzese soll einen größeren Drogenschmuggler-Ring angeführt haben.

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          Die italienische Polizei hat einen Mafia-Boss gefasst, der zeitweise in Deutschland untergetaucht war. Das Mitglied der kalabrischen Mafia-Organisation ’Ndrangheta sei drei Jahre lang auf der Flucht gewesen, davon die meiste Zeit in Deutschland, teilten die Beamten am Samstag mit.

          Der 28-jährige Luigi Abbruzzese sei in einem Wohnhaus in Kalabrien, in der Spitze des italienischen Stiefels, aufgegriffen worden. Bei der Festnahme hätten die Beamten zwei Schusswaffen, Munition und gefälschte Papiere gefunden, sagte die Polizei. Die Behörden hätten ihn dingfest machen können, nachdem sie festgestellt hätten, dass er aus Deutschland in seine Heimat zurückgekehrt sei.

          Dem Mafia-Boss war in seiner Abwesenheit der Prozess gemacht worden. Er wurde wegen Drogendelikten zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

          Der 28-Jährige soll einen größeren Drogenschmugglerring angeführt haben. Die Organisation habe Kokain aus Kolumbien, Heroin aus Afghanistan sowie Marihuana aus Albanien geschmuggelt, sagte der Staatsanwalt der Provinz Catanzaro, Nicola Gratteri, bei einer Pressekonferenz.

          Die ’Ndrangheta stammt ursprünglich aus Kalabrien. Die ’Ndrangheta hat die sizilianische Cosa Nostra als mächtigste Mafiagruppe der Welt überholt. Sie ist nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika und Australien präsent. Sie gilt als eine der aktivsten organisierten Verbrechergruppen in Deutschland.

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