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Unter den beschlagnahmten Gegenständen sollen auch Aufzeichnungen mit den Namen von Gemeindemitgliedern sein, die in das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gebracht worden waren. (Archivbild) Bild: dpa

Bei Auktionshaus versteigert : US-Ermittler beschlagnahmen gestohlene jüdische Artefakte

  • Aktualisiert am

Im einem New Yorker Auktionshaus haben Ermittler aus osteuropäischen jüdischen Gemeinden gestohlene Artefakte beschlagnahmt. Die während des Holocausts geraubten Gegenstände sollen nun zurückgegeben werden.

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          US-Ermittler haben 17 während des Zweiten Weltkriegs aus osteuropäischen jüdischen Gemeinden gestohlene Artefakte beschlagnahmt. Die Schriftstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert sollten durch das New Yorker Auktionshaus Kestenbaum & Company verkauft werden, teilte das Justizministerium am Donnerstag mit. Unter den Gegenständen seien auch Aufzeichnungen mit den Namen von Gemeindemitgliedern, die in das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gebracht worden waren.

          Die Artefakte seien „während des Holocausts aus Rumänien, Ungarn, der Slowakei und der Ukraine“ geraubt worden, sagte Peter Fitzhugh von der Ermittlungsabteilung des US-Heimatschutzministeriums. „Wir sind glücklich, Teil des Teams zu sein, das diese Artefakte an ihre rechtmäßigen jüdischen Gemeinden zurückgeben kann“, sagte er. Zu den Objekten zählen demnach Begräbnisrollen, Manuskripte und Gemeinde-Aufzeichnungen.

          Die Behörden waren im Februar auf die Verkäufe aufmerksam geworden. Das Auktionshaus habe diese nach einer Mitteilung der Strafverfolgungsbehörden eingestellt, zuvor aber bereits mehrere Objekte verkauft. Um weitere Verkäufe auszuschließen, hätten sich die Behörden für die Beschlagnahmung entschieden. Das Justizministerium machte keine Angaben, wann die Gegenstände zurückgegeben werden sollen.

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