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Vor Angriff auf Polizei : „Reichsbürger“ wollte Staatsbürgerschaft aufgeben

  • Aktualisiert am

Flagge auf dem Grundstück des „Reichsbürgers“. Bild: dpa

Der „Reichsbürger“ aus Georgensmünd, der mindestens einen Polizisten getötet hat, meldete Anfang des Jahres seinen Wohnsitz ab und gab an, „nach unbekannt verzogen“ zu sein. Auch seinen Briefkasten schraubte er ab.

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          Der sogenannte Reichsbürger aus Georgensmünd war vor den tödlichen Schüssen auf Polizisten in seiner mittelfränkischen Gemeinde als nicht gefährlich eingestuft worden. Er sei wegen seiner Ansichten zwar „aufgefallen“. „Anlass zur Besorgnis gab es aber nicht“, sagte Bürgermeister Ben Schwarz (SPD) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

          Im Januar habe der Mann seinen Personalausweis abgeben und seine Staatsbürgerschaft aufgeben wollen. Kurze Zeit später habe der Mann auch seinen Wohnsitz abgemeldet und sei „nach unbekannt verzogen“, obwohl er Eigentümer des Hauses ist und weiter dort wohnte. Auch der Briefkasten sei abmontiert worden. So hätten Gläubiger keine Forderungen mehr an ihn schicken können.

          Kein völliger Einzelgänger

          „Im Frühjahr folgte die Abmeldung seines Gewerbes. Das geschah alles in enger zeitlicher Folge“, sagte Schwarz. Der 49-Jährige hatte in dem Ort ein kleines Kampfsportstudio betrieben, in dem er auch Gewaltpräventionskurse angeboten habe. Nach seinen Eindrücken sei der Mann kein völliger Einzelgänger gewesen. „Er hatte wohl ein normales soziales Umfeld“, sagte Schwarz. „Wir haben ihn aber eben für ein bisschen anders gehalten, aber nicht in der Form, dass man reagieren muss.“ Der Mann, der 31 Waffen und einen Jagdschein besaß, habe zumindest im Gemeindegebiet keine Jagdpacht gehabt.

          Der 49-Jährige hatte am Mittwoch bei einer Razzia einen Polizisten erschossen und einen weiteren mit einem Schuss schwer verletzt. Zwei Beamte wurden zudem beim Einsatz verletzt. Der Mann sollte noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen ihn wird wegen Mordes sowie versuchten Mordes ermittelt.

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