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Lebenslange Haftstrafe : Verteidiger im Mordfall Endingen geht gegen Urteil vor

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Der nun Verurteilte bei der Verhandlungen im Landgericht Freiburg am 22.11.2017. Bild: dpa

Ein 40 Jahre alter Lastwagenfahrer war nach dem Sexualmord an einer Joggerin in der Nähe von Freiburg zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Sein Verteidiger will sich damit nicht abfinden.

          Im Endinger Mordfall um eine getötete Joggerin geht der Verteidiger gegen das Urteil vor. Das kündigte der Pflichtverteidiger Klaus Malek am Donnerstag an. Malek fordert, dass die vom Freiburger Landgericht angenommenen Mordmerkmale noch einmal rechtlich geprüft werden. Der 40 Jahre alte Lastwagenfahrer aus Rumänien war nach dem Sexualmord an der 27-Jährigen in der Nähe von Freiburg zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er habe sich des Mordes und der besonders schweren Vergewaltigung schuldig gemacht, entschied das Gericht.

          Staatsanwaltschaft und Nebenkläger hatten bereits erklärt, auf eine Revision verzichten zu wollen. Die 27-Jährige war Anfang November vergangenen Jahres in einem Wald bei Endingen vergewaltigt und getötet worden. Neben der Tat in Endingen wird dem Mann auch der Mord an einer 20 Jahre alten französischen Austauschstudentin aus Lyon im Januar 2014 in Kufstein in Österreich zur Last gelegt.

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