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Schreitende Pferde : Verschollene Nazi-Kunst entdeckt

  • Aktualisiert am

Der Künstler und sein Pferd: Josef Thorak Bild: F.A.Z.

Einst standen die „Schreitenden Pferde“ des Bildhauers Josef Thorak vor Hitlers Reichskanzlei, 1989 verschwanden sie dann spurlos. Nun haben Ermittler sie in Rheinland-Pfalz ausfindig gemacht – zusammen mit anderer Nazi-Kunst.

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          Bei bundesweiten Razzien sind in Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) am Mittwoch tonnenschwere Skulpturen aus der NS-Zeit gefunden worden: Die beiden „Schreitenden Pferde“ des Bildhauers Josef Thorak (1889-1952) sowie ein monumentales Granit-Relief von Arno Breker (1900-1991) seien in einer Lagerhalle entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes Berlin.

          Eines der „Schreitenden Pferde“ an seinem ursprünglichen Platz: vor der Reichskanzlei in Berlin
          Eines der „Schreitenden Pferde“ an seinem ursprünglichen Platz: vor der Reichskanzlei in Berlin : Bild: F.A.Z.

          Die Bronze-Skulpturen waren zur Aufstellung vor Hitlers Reichskanzlei angefertigt worden. Nach dem Krieg waren sie auf einem Kasernengelände in Eberswalde (Brandenburg) aufgetaucht, wo sie 1989 jedoch verschwanden. Das fünf mal zehn Meter große Breker-Relief zeigt einen halbnackten muskulösen Kämpfer mit Schwert.

          „An zehn Orten bundesweit wurden Razzien durchgeführt. Zum Teil laufen sie noch“, sagte ein LKA-Sprecher. Weitere Angaben wollte er deshalb zunächst nicht machen. Was mit den Kunstwerken passiert, ist derzeit noch unklar.

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