https://www.faz.net/-gum-9nd5b

Vor dem Wahlsonntag : Verletzte und Festnahmen bei Ausschreitungen in Bremen

  • Aktualisiert am

Die Polizei im Einsatz in Bremen Bild: dpa

Hunderte Menschen haben in Bremen eine Kreuzung blockiert und Flaschen auf Polizisten geworfen. Randalierer legten Brände. Mehrere Personen wurden verletzt.

          1 Min.

          In Bremen ist es in der Nacht zum Sonntag zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Etwa 300 Menschen blockierten eine Kreuzung und warfen Flaschen auf Polizisten. Einige Beamte wurden verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Randalierer legten Brände und warfen Steine in Schaufenster.

          Die Polizei rückte mit einem großen Aufgebot an und nahm mehrere Menschen fest. Rund um die Sielwall-Kreuzung lag der Verkehr lahm. Später in der Nacht flogen Farbbeutel auf Streifenwagen und Polizeireviere. Erst am frühen Morgen kehrte wieder Ruhe ein.

          Warum es in der Nacht vor dem Wahlsonntag zu den Ausschreitungen kam, war noch unklar. In Bremen sind am Sonntag 478.000 Wahlberechtigte aufgerufen, den Regierungskurs für die kommenden vier Jahre zu bestimmen. Die Bremische Bürgerschaft, der Landtag des Stadtstaates, wird neu gewählt. Die
          seit über 70 Jahren regierende SPD und die oppositionelle CDU schenkten sich im zurückliegenden Wahlkampf nichts. Die Topthemen waren Bildung, Verkehr und Wohnungspolitik. Beide Parteien liegen in Umfragen eng beieinander.
          Allerdings muss die SPD mit heftigen Verlusten rechnen. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

          Weitere Themen

          Zweiter Anlauf im Mordfall Schalla

          Dortmund : Zweiter Anlauf im Mordfall Schalla

          Vor 27 Jahren soll Ralf H. die damals 16 Jahre alte Schülerin Nicole-Denise Schalla heimtückisch umgebracht haben. Nun beginnt der zweite Anlauf der Hauptverhandlung gegen den mutmaßlichen Täter.

          Topmeldungen

          SPD-Politiker Kevin Kühnert

          SPD-Führung : Kühnert auf dem Weg

          Kevin Kühnerts Ziel, der Bundestag, ist der beste Weg, um die SPD-Führung weiter rutschen zu lassen. In wessen Richtung? Dumme Frage.
          Noch eine reine Idylle, soll sie bald für den nächsten „Mission: Impossible“-Teil von Tom Cruise in die Luft gesprengt werden: Die majestätisch in dreißig Metern Höhe über den Bober schwingende Stahlfachwerkbrücke des Ingenieurs Otto Intze von 1905.

          Cruise bedroht Brücke : Was die Wehrmacht nicht schaffte

          Mission: Unmöglich! Tom Cruise will für seinen neuen Film eines der schönsten Brückenmonumente Polens sprengen. Wenn er damit durchkommt, wäre das ein Skandal.
          Armin Laschet am 4. August in Moria

          Laschet auf Lesbos : Ein riskantes Unterfangen

          Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident besucht griechische Flüchtlingslager – weil ihm das Thema am Herzen liegt. Und weil er im Rennen um den CDU-Vorsitz mit Europapolitik punkten will. Den Besuch muss er jedoch abbrechen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.