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In Freiburg : Demonstrationen wegen Gruppenvergewaltigung angekündigt

Freiburg: Eine Straße wird im Industriegebiet Nord hinter dem Diskothekenareal nachts von Straßenlaternen erleuchtet. Bild: dpa

Über den mutmaßlichen Haupttäter der Vergewaltigung einer Achtzehnjährigen in Freiburg werden immer mehr Details bekannt. Während die Polizei noch ermittelt, hat die AfD für Montag schon zu einer Demonstration aufgerufen.

          Nach der Vergewaltigung einer 18-Jährigen durch eine Gruppe junger Männer in Freiburg prüfen die Ermittler, ob die Zahl der mutmaßlichen Täter noch größer sein könnte als jene acht, die bereits in Untersuchungshaft sitzen. Das Opfer könne sich an die Zahl der Vergewaltiger nicht genau erinnern, weil sie unter Drogeneinfluss gestanden habe, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Freiburg. „Ihre Erinnerungen sind schwammig.“

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Es könne durchaus sein, dass sich weitere Männer an ihr vergangen hätten, so die Polizei. Über am Tatort und am Opfer gefundene Körperspuren könnten diese ermittelt werden. Die „Ermittlergruppe Club“ mit 13 Beamten ermittelt gemeinsam mit dem LKA in Stuttgart. „Wir sind weiterhin auf der Suche nach Zeugen“, so die Sprecherin.

          Haupttäter und Organisator der Gruppenvergewaltigung soll nach Informationen der F.A.S.  der 21 Jahre alte syrischstämmige Asylbewerber Majid H. sein, der seit 2014 in Deutschland lebt. H. und weitere Täter stehen in dringendem Verdacht, die junge Frau in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober misshandelt und nacheinander vergewaltigt zu haben.

          Gegen Majid H. lag ein Haftbefehl vor

          Das Opfer hatte den Angaben der Polizei zufolge in einer Diskothek eine Ecstasy-Tablette von einem unbekannten Mann erhalten; gegen Mitternacht habe die Frau den Club mit ihm verlassen. Vermutlich wurde sie zusätzlich noch mit einer unbekannten Substanz, die einem Getränk beigemischt war, wehrlos gemacht. In einem nahen Gebüsch kam es dann nach Angaben des Opfers zu einem sexuellen Übergriff durch einen der mutmaßlichen Täter, danach durch die anderen.

          Einer der mutmaßlichen Vergewaltiger, ein 25-Jähriger, hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Sechs der übrigen Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 29 sind Flüchtlinge syrischer Herkunft; ein weiterer ist Iraker. Die meisten sollen bis zur Festnahme in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften in Freiburg und Umgebung gelebt haben. Der Deutsche und die sechs Syrer sind wegen verschiedener Vergehen polizeibekannt; H. soll mit Drogen gehandelt und Körperverletzungsdelikte begangen haben. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor.

          Der Fall hat auch eine politische Dimension: Nicht zum ersten Mal ist Freiburg Ort eines schweren Verbrechens, das von Flüchtlingen begangen wurde. Schon Anfang 2016 hatten Clubbesitzer in der Universitätsstadt von einer Häufung sexueller Übergriffe berichtet, für die sie auch Flüchtlinge verantwortlich gemacht hatten. Am 18. Oktober 2016 ermordete der afghanische Flüchtling Hussein K. die Medizinstudentin Maria Ladenburger; dafür wurde er inzwischen verurteilt.

          Die AfD hat für Montag zu einer Demonstration aufgerufen; ebenfalls am Montag soll es eine Gegendemonstration von Freiburgern geben, die vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens warnen.

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