https://www.faz.net/-gum-7mh5k

Vereinigte Staaten : Neunzehnjährige will mindestens 22 Menschen getötet haben

  • Aktualisiert am

Miranda B. verlässt im Dezember 2013 das Gericht in Sunbury. Bild: AP

Miranda B. soll einen 42 Jahre alten Mann über den Anzeigendienst Craigslist angelockt und ermordet haben. Nun hat sich die Neunzehnjährige in einem Interview einer ganzen Mordserie bezichtigt. Bei 22 habe sie aufgehört zu zählen.

          1 Min.

          Eine unter Mordverdacht stehende Neunzehnjährige in den Vereinigten Staaten hat nach eigenen Angaben mindestens 22 Menschen getötet. In einem Interview mit der Lokalzeitung „Daily Item“ aus Sunbury im Bundesstaat Pennsylvania bekannte sich Miranda B. schuldig, einen 42 Jahre alten Mann zusammen mit ihrem Ehemann ermordet zu haben. B. überraschte zudem mit der Aussage, der ihr zur Last gelegte Mord sei nur der letzte einer ganzen Serie gewesen.

          Auf die Frage nach der Zahl ihrer Opfer sagte sie, sie habe „bei 22 aufgehört zu zählen“. Den 42 Jahre alten Mann habe sie über die Anzeigen-Website Craigslist kennengelernt und sich zum Schein einverstanden erklärt, mit ihm Sex für 100 Dollar (rund 73 Euro) zu haben, sagte B. der Zeitung von Sonntag. Dann habe das Paar den Mann erstochen. „Ich kann mich an alles erinnern“, sagte B. „Es war, als wenn ich einen Film angeschaut hätte.“ Miranda und Elytte B. wurden wegen mutmaßlichen Mordes festgenommen. Sie sind in getrennten Haftanstalten untergebracht.

          Angefangen zu morden habe sie im Alter von 13 Jahren, sagte B. weiter. Damals habe sie ein Mann, der Mitglied einer satanischen Sekte gewesen sei, angeleitet. Sie habe ihre Opfer angelockt, beschrieb B. der „Daily Item“ ihr Vorgehen. „Ich habe sie studiert. Ich (...) habe mich sogar mit ihnen angefreundet.“ Sie habe Menschen getötet, „die schlechte Dinge getan haben und es nicht verdienten, länger hier zu sein“. Die meisten Morde verübte B. nach eigenen Angaben in Alaska.

          Die Aussagen der jungen Frau lösten offenbar Alarm bei den Sicherheitsbehörden im ganzen Land aus. Ermittler in mehreren Bundesstaaten, in denen B. in den vergangenen Jahren gelebt hat, sollen bislang als ungeklärt geltende Morde nun auf mögliche Verbindungen zu ihr überprüfen. Der Polizeichef von Sunbury, Steve Mazzeo, erklärte, die Sicherheitsbehörden hätten von dem Interview Kenntnis genommen. Sie arbeiteten mit Ermittlern „aus verschiedenen Städten“ zusammen.

          Weitere Themen

          Mit dem QR-Code an den Strand

          Baden in Spanien : Mit dem QR-Code an den Strand

          Auch in Spanien lockert jede Region anders. Das Baden im Meer ist mancherorts wieder erlaubt. Aber gilt das auch für Touristen?

          Topmeldungen

          Milliardenhilfe : Gegenwind für die Lufthansa-Rettung

          Nach langen Verhandlungen einigen sich Bundesregierung und Lufthansa auf ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Brüssel sagen die Pläne aber nicht zu. Kanzlerin Merkel will kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.