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Vereinigte Staaten : Einst jüngste zum Tode verurteilte Amerikanerin kommt aus Haft frei

  • Aktualisiert am

Als Jugendliche wurde Paula Cooper wegen Mordes an einer Religionslehrerin zum Tode verurteilt. Nach 26 Jahren ist sie nun am Montag aus der Haft entlassen worden. Sogar der Papst setzte sich damals gegen das Urteil ein.

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          Die einst jüngste Amerikanerin in einer Todeszelle ist frei. Paula Cooper, die 1986 im Alter von 16 Jahren wegen Mordes an einer Religionslehrerin zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt worden war, verließ am Montag das Gefängnis von Rockville im Bundesstaat Indiana, wie amerikanische Medien berichteten. Sie kam frei, nachdem das Todesurteil bereits vor Jahren in Haft mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung umgewandelt worden war.

          Gegen das Todesurteil hatten seinerzeit Millionen Menschen in einer Unterschriftenaktion protestiert. Auch Papst Johannes Paul II. setzte sich damals direkt bei Gouverneur Robert Orr für Paula ein.

          Zum stärksten Verbündeten der Verurteilten entwickelte sich aber der Enkel der Ermordeten, Bill Pelke. Er hatte schon vor Jahren mit der Gefangenen Kontakt aufgenommen, ihr vergeben und will nun mit ihr einkaufen und essen gehen, wie der amerikanische Sender CNN berichtete.

          Die damals 15 Jahre alte Paula hatte 1985 zusammen mit anderen Mädchen unter dem Einfluss von Marihuana den Plan entworfen, die 78 Jahre alte Ruth Pelke in der Stadt Gary auszurauben. Paula hatte ein Küchenmesser dabei und stach 33 Mal zu, wie aus späteren Gerichtspapieren hervorging. Die Beute: gerade mal zehn Dollar.

          1988 verbot der Supreme Court der USA dann die Hinrichtung von verurteilten Mördern, die zur Tatzeit jünger als 16 waren. Das höchste Gericht Indianas wandelte Paulas Strafe in 60 Jahre Haft um, mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung bei guter Führung.

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