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Spezialeinheit wird erwartet : Verdächtiger verschanzt sich in französischem Museum

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Mehrere Stunden lang hat sich ein Mann am Mittwoch in einem südfranzösischen Museum verschanzt. Dann ließ er sich widerstandslos festnehmen.

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          Mehrere Stunden lang hat sich ein Mann am Mittwoch in einem südfranzösischen Museum verschanzt. Spezialkräfte der Polizei in der Riviera-Gemeinde Saint-Raphaël konnten den Verdächtigen am Vormittag festnehmen, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Am Einsatzort wurden Inschriften in arabischer Sprache entdeckt. „Das Museum wird eine Hölle werden“, lautete ein Spruch, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

          Das Motiv des Eindringlings war zunächst unklar. Der Mann hatte sich nach ersten Erkenntnissen seit der Nacht zum Mittwoch in dem archäologischen Museum aufgehalten. Am Morgen schlug eine Reinigungsfrau Alarm - sie konnte die von innen blockierte Eingangstür nicht öffnen. Und sie hatte die Inschriften auf Arabisch gesehen, wie der Sender France Bleu berichtete.

          Die Polizei sperrte am Morgen Teile des Stadtzentrums von Saint-Raphaël ab. Eine Spezialeinheit, die üblicherweise in Krisensituationen eingesetzt wird, rückte aus Nizza an. Der Mann hatte keine Geiseln in seiner Gewalt und war nicht bewaffnet. Medienberichten zufolge bewarf er die Polizei mit Steinen.

          Schließlich ließ sich der Mann, dessen Identität zunächst ebenfalls noch unklar war, widerstandslos festnehmen. Er handelte ersten Erkenntnissen zufolge allein. Das archäologische Museum in Saint-Raphaël steht unter Denkmalschutz. Es befindet sich in der Altstadt und umfasst eine mittelalterliche Kirche.

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