https://www.faz.net/-gum-8tklx

Hamburg : Verdächtiger nach Anschlag auf Obdachlose gefasst

  • Aktualisiert am

Angebrannte Gegenstände liegen am Dienstag auf einem Parkdeck an den St.Pauli-Landungsbrücken in Hamburg. Bild: dpa

Rascher Fahndungserfolg nach einem Brandanschlag auf zwei Obdachlose in Hamburg: Nach Auswertung von Videoauszeichnungen kommen die Fahnder einem Tatverdächtigen auf die Spur. Das Motiv ist aber weiter unklar.

          1 Min.

          Einen Tag nach einem Brandanschlag auf zwei Obdachlose in Hamburg haben die Ermittler einen 29-jährigen Verdächtigen festgenommen. Auf die Spur des Mannes kam die Polizei nach eigenen Angaben durch die Auswertung von Videoaufnahmen, die den mutmaßlichen Täter zeigen sollen. Diese Videoaufnahmen seien zunächst polizeiintern veröffentlicht worden. Am Mittwochmittag habe ein Polizeibeamter den mutmaßlichen Täter im Stadtteil St. Georg dann erkannt und festgenommen.

          Der 29-Jährige steht nach Polizeiangaben im Verdacht, in der Nacht zum Dienstag die Schlafstätte von zwei Obdachlosen in einem Parkhaus an den Landungsbrücken angezündet zu haben. Die beiden 32 Jahre und 43 Jahre alten Männer waren dabei leicht verletzt worden.

          Nach seiner Vernehmung durch Beamte der Mordkommission sollte der Tatverdächtige am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Zu möglichen Motiven für die Tat konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Unklar war auch, ob auch der Festgenommene wie die Opfer obdachlos war.

          Polizeipräsident Ralf Martin Meyer unterstrich nach dem raschen Fahndungserfolg die Bedeutung von Videoüberwachungen. „Dieser Fall zeigt erneut, wie wichtig es ist, zeitnah mit vorhandenem Bild- oder Videomaterial nach dem gefährlichen Täter zu fahnden. Hierdurch ist es einem unserer Kollegen gelungen, den mutmaßlichen Täter festzunehmen.“

          Weitere Themen

          Strengere Gesetze schrecken Stalker nicht ab

          Studie zu Stalking : Strengere Gesetze schrecken Stalker nicht ab

          Die härteren Strafen gegen Stalking halten Täter nicht ab, wie eine Studie zeigt. Ein Problem ist nach wie vor, das Stalking nachzuweisen. Der „Weiße Ring“ verweist auf seine App, um Übergriffe zu Beweiszwecken zu dokumentieren.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.