https://www.faz.net/-gum-a0t7l

In Glasgow : Verdächtiger nach Angriff auf Polizist erschossen

  • Aktualisiert am

Der Tatort in Glasgow: Ein Polizist wurde erstochen. Bild: Reuters

Nach einer Messerattacke in Glasgow liegen sechs Menschen mit Verletzungen im Krankenhaus. Britische Medien berichten von schwer bewaffneten Einsatzkräften, die in ein Gebäude gestürmt sind. Der mutmaßliche Täter wurde erschossen.

          1 Min.

          Nach einer Messerattacke in der schottischen Stadt Glasgow ist ein Verdächtiger erschossen worden. Sechs weitere Menschen, darunter auch ein Polizist, lägen mit Verletzungen im Krankenhaus, teilte der stellvertretende Polizeichef Steve Johnson am Freitag mit. Der Polizist sei schwer verletzt worden, aber in stabiler Verfassung. Vorher war berichtet worden, dass der Polizist erstochen worden sei.

          Die Einsatzkräfte seien weiter mit dem Geschehen an der West George Street beschäftigt, teilte Johnson mit. Bürgerinnen und Bürger sollten die Gegend meiden. Er rief die Öffentlichkeit auf, keine Spekulationen oder unbestätigte Informationen in den sozialen Netzwerken zu teilen. Britische Medien berichteten von schwer bewaffneten Einsatzkräften, die in ein Gebäude gestürmt sein sollen. Einige Straßen wurden gesperrt, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

          Laut Polizeiangaben ist die Messerattacke kein Terrorangriff. Das teilte die Polizei am frühen Freitagabend im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es.

          Auf der West George Street waren mehr als ein Dutzend Polizeiwagen im Einsatz. Bilder in den sozialen Netzwerken zeigten bewaffnete Polizisten beim Stürmen eines Gebäudes und viele Rettungswagen davor. Der Sender Sky News berichtete von einem Messerangriff, mehrere Menschen seien attackiert worden und es seien Schüsse gefallen.

          Die Polizei sagte, die Familie des niedergestochenen Polizisten sei informiert worden und bekomme Unterstützung. Die Organisation Positive Action In Housing, die Zuwanderer und Flüchtlinge unterstützt, teilte mit, in dem Hotel seien Flüchtlinge untergebracht.

          Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon nannte die Berichte „wirklich grauenvoll“ und sagte, sie werde über die Situation informiert. Der britische Premierminister Boris Johnson zeigte sich bestürzt „von dem fürchterlichen Vorfall in Glasgow“. Seine Gedanken seien bei „allen Opfern und ihren Familien“.

          Weitere Themen

          Fähren für Asylbewerber?

          London will abschrecken : Fähren für Asylbewerber?

          Immer mehr Migranten erreichen Großbritannien über den Ärmelkanal. Die Regierung will die Migration jetzt eindämmen. Auch die Einrichtung von Asylzentren auf Papua Neuguinea soll dafür im Gespräch gewesen sein.

          Topmeldungen

          Französische Sicherheitskräfte nach dem Messerangriff vor dem früheren Redaktionsgebäude der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris

          Regierung in Paris alarmiert : Von Islamisten unterwandert

          Der Islamismus breitet sich in der französischen Gesellschaft immer weiter aus und dominiert mittlerweile ganze Stadtviertel. Die Regierung in Paris will ihn mit schärferen Gesetzen zurückdrängen.
          Ein Schlauchboot, mit dem Migranten über den Ärmelkanal nach Großbritannien übergesetzt sind.

          London will abschrecken : Fähren für Asylbewerber?

          Immer mehr Migranten erreichen Großbritannien über den Ärmelkanal. Die Regierung will die Migration jetzt eindämmen. Auch die Einrichtung von Asylzentren auf Papua Neuguinea soll dafür im Gespräch gewesen sein.
          Spuren der Verwüstung: Ein Mann steht in einem zerstörten Mehrfamilienhaus in Tartar, Aserbaidschan.

          Rohstoffförderer Aserbaidschan : Der Krieg einer Öl-Macht

          Aserbaidschan liefert wichtige Rohstoffe nach Europa. Ein militärischer Konflikt mit Armenien könnte die Handelsbeziehungen nun gefährden. Die Türkei will das verhindern – aus eigenem Interesse.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.