https://www.faz.net/-gum-8psl0

„Gangster-Opas“ : Zehn Verdächtige nach Überfall auf Kim Kardashian in Haft

  • Aktualisiert am

Am 3. Oktober 2016 wurde Kim Kardashian in Paris brutal überfallen und ausgeraubt. Bild: AP

Zehn Männer sind nach dem Überfall auf den Reality-Star in Haft. Sie sind altbekannte Kriminelle mit langen Strafregistern. Französische Medien sprechen von den „Gangster-Opas“.

          1 Min.

          Sie nennen sich „Omar, der Alte“, „Tony, der Aal“, „Pierrot“, „Reibenase“ oder „Blauauge“. Insgesamt zehn Franzosen, die am 3. Oktober den amerikanischen Fernsehstar Kim Kardashian in Paris brutal gefesselt und ausgeraubt haben sollen, sind am Freitag dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen worden. Die französischen Medien sprechen von den „Gangster-Opas“, weil die meisten der mutmaßlichen Täter altbekannte Kriminelle mit langen Strafregistern sind. Ihr Diebesgut, Schmuck im Wert von etwa neun Millionen Euro, veräußerten sie nach jüngstem Ermittlungsstand sofort in Belgien. Ein 64 Jahre alter Roma mit dem Spitznamen „Reibenase“, der in einer Wohnwagensiedlung in Saint-Augustin bei Paris gefasst wurde, soll einen Großteil des Schmucks in Antwerpen verkauft haben.

          Im Zentrum der Verbrecherbande soll eine aus Algerien stammende Familie stehen, die wegen mehrerer Raubüberfalle im Großraum Paris einschlägig bekannt ist. Der Vater, „Omar, der Alte“, wurde in Vincennes verhaftet, seine zwei Söhne fasste man in Créteil. Ihre DNA-Spuren wurden auf einem der Klebebänder gefunden, mit denen die 36 Jahre alte Kardashian geknebelt worden war.

          Als Kopf der Bande gilt „Tony, der Aal“, der in seiner Heimatstadt Marseille als Verbrecherboss im Verruf steht. Der 62 Jahre alte Franzose verdankt seinen Decknamen dem Umstand, dass ihm wiederholt der Ausbruch aus Haftanstalten gelang. Bei „Pierrot“ wiederum handelt es sich um einen 72 Jahren alten früheren Geldfälscher, der in der Parfümstadt Grasse in Südfrankreich festgenommen wurde. Seine Rolle ist noch unklar. „Blauauge“ ist ein 60 Jahre alter Franzose aus dem Département Seine-Saint-Denis und soll direkt an dem Überfall in dem Pariser Luxusappartement beteiligt gewesen sein.

          Der Chauffeur des Fernsehstars wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Er stand zunächst in Verdacht, die Bande am Tatabend über die Abwesenheit des Leibwächters informiert zu haben. Doch nach neuestem Ermittlungsstand war es der Bruder des Chauffeurs, der vorbestraft ist.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Segelboote bei einer Regatta in Antigua

          Deutsche Segler in Gefahr : Geleitzug aus der Karibik?

          Hunderte Deutsche sitzen wegen der Corona-Pandemie zwischen Antigua und den Bahamas auf ihren Segelschiffen fest. Eine Gruppe von ihnen plant deshalb, in zwei großen Verbänden zurück über den Atlantik zu segeln. Ein riskantes Unterfangen.
          Ein Soldat der spanischen Armee steht vor der Kathedrale in León.

          Liveblog zum Coronavirus : Spanien verschärft Ausgangsbeschränkungen

          Alle nicht überlebenswichtigen Unternehmen geschlossen +++ Über 10.000 Tote in Italien +++ Trump erwägt Quarantäne für New York +++ Rückholaktion von Touristen eines deutschen Kreuzfahrtschiffs +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.