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Nach Vergewaltigungsvorwürfen : Verdächtige Asylbewerber aus Haft entlassen

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Die Staatsanwaltschaft sprach von „erheblichen Zweifeln“ an der Glaubhaftigkeit der Angaben des Opfers (Symbolbild). Bild: dpa

Ein 15 Jahre altes Mädchen bezichtigt mehrere afghanische Asylbewerber der Vergewaltigung, fünf Männer werden festgenommen. Inzwischen sind sie wieder freigelassen.

          Nach dem Verdacht einer Mehrfachvergewaltigung eines fünfzehn Jahre alten deutschen Mädchens durch sechs afghanische Asylbewerber in München gibt es inzwischen „erhebliche Zweifel“ an der Glaubhaftigkeit der Angaben des vermeintlichen Opfers. Das hat die Staatsanwaltschaft München  I am Donnerstagnachmittag mitgeteilt. Vier Verdächtige wurden daher am Donnerstag aus der Untersuchungshaft entlassen. Der für einen Haftbefehl erforderliche dringende Tatverdacht liegt daher laut Staatsanwaltschaft nicht mehr vor, die Ermittlungen dauern allerdings noch an.

          Ein weiterer Tatverdächtiger war ebenfalls am Donnerstag aus der Haft entlassen worden, nachdem das Landgericht München  auf seine Haftbeschwerde hin den Haftbefehl des Amtsgerichts München aufgehoben hatte. Die Fahndung nach einem flüchtigen sechsten Tatverdächtigen wurde durch die Staatsanwaltschaft gelöscht.

          Das Mädchen hatte den zwischen 17 und 28 Jahre alten Männern vorgeworfen, sie zwischen dem 22. September und dem 25. September in Wohnungen in den Münchner Stadtteilen Pasing und Berg am Laim vergewaltigt zu haben. Der Tatablauf hatte sich nach Polizeiangaben zunächst so dargestellt: Das Mädchen hatte sich mit einem 17 Jahre alten Afghanen, den sie schon ein paar Wochen kannte, in einer Wohnung in Pasing getroffen. Dort habe der junge Mann ihr mit Worten so sehr gedroht, dass sie seinem Drängen schließlich nachgegeben und in den Geschlechtsverkehr eingewilligt  habe. Auch nachher habe der Asylbewerber sie so unter „Druck“ gesetzt, dass es dann an den darauffolgenden Tagen zum Geschlechtsverkehr mit fünf weiteren afghanischen Asylbewerbern gekommen sei. Anschließend habe sie sich dann an Personen, „die ihr nahe standen“, gewandt, die dann die Polizei informierten.

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