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Verbrechen : Lidl-Erpresser vergiftet Mundwasser

  • Aktualisiert am

Lidl: Erpressung durch vergiftetes Mundwasser? Bild: ddp

Der Lebensmittel-Discounter Lidl wird erpreßt. Der Täter soll in mehreren Hamburger Filialen Mundwasser der Marke „Odol“ vergiftet haben. Angeblich fordert er eine Million Euro.

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          Die Supermarktkette Lidl wird abermals erpreßt. Wie die Polizei in Heilbronn am Freitag mitteilte, sind davon drei Filialen des Discounters in Hamburg betroffen. Die entsprechende Ware sei bereits aus den Regalen genommen worden.

          Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich dabei um Mundwasser der Marke Odol. Dieses sei vermutlich mit verdünnter Salzsäure vergiftet worden, sagte ein Polizeisprecher. Lidl-Sprecher Thomas Oberle sagte, der Fall sei auf die drei Filialen in Hamburg begrenzt. Warnhinweise seien bereits am Mittwoch abend über die lokalen Medien veröffentlicht worden.

          Ein Million Euro gefordert

          Wie ein Polizeisprecher erklärte, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Laut „Hamburger Morgenpost“ fordert der Unbekannte eine Million Euro von dem Lebensmittel-Discounter. Die geforderte Summe wollte der Polizeisprecher nicht kommentieren. Es sei in diesem Jahr der erste Erpressungsfall bei Lidl.

          Erst im November war ein Mann wegen Erpressung der Supermarktkette vom Landgericht Heilbronn zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, daß der 57 Jahre alte Täter das Unternehmen mit mehreren E-Mails und Drohbriefen zur Zahlung von 1,2 Millionen Euro zwingen wollte. Um dies zu erreichen, habe er auch nicht davor zurück geschreckt, Lebensmittel zu vergiften.

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