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In fünf Bundesländern : Durchsuchungen wegen verbotener Millionentransfers

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Ermittler sind in fünf Bundesländern gegen Kriminelle vorgegangen. Bild: dpa

Die Beschuldigten sollen mit dem sogenannten Hawala-Banksystem im großen Stil Bargeld ins Ausland geschafft haben. Ermittler durchsuchten am Dienstagmorgen etwa 60 Wohnungen in fünf Bundesländern.

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          Das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf sind am Dienstagmorgen gegen eine „international agierende kriminelle Vereinigung“ vorgegangen. Die 27 Beschuldigten im Alter zwischen 23 und 61 Jahren sollen im großen Stil Bargeld aus Deutschland ins Ausland transferiert haben, wie das LKA Nordrhein-Westfalen mitteilte.

          Den Ermittlern zufolge wurden bei der von 850 Polizisten und elf Staatsanwälten vorgenommenen Razzia insgesamt sechs Haftbefehle vollstreckt, zum Teil unter Einsatz von Spezialkräften der Polizei. Nach Informationen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ kommt der Hauptverdächtige aus Duisburg. Dem Bericht zufolge geht es bei den Verschiebungen um eine Gesamtsumme von mehr als 200 Millionen Euro.

          Demnach würden zurzeit etwa 60 Wohnungen und Firmen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg durchsucht. Zudem würden sechs Haftbefehle vollstreckt. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

          Die Verdächtigen sollen für ihre Transaktionen das sogenannte Hawala-Banksystem verwendet haben. Dabei wird Bargeld an einer Annahmestelle in Deutschland eingezahlt und in einem anderen Land wieder ausgezahlt. „Auf diesem Wege wurde mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen in Höhe von mehreren Millionen Euro am legalen Bankensystem vorbei in andere Staaten transferiert“, teilte das LKA mit.

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