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Verbindungen zu Clan? : Ermittlungen gegen Polizisten in Bremen

Beamte bei der Razzia im Bremer Stadtteil Hemelingen am Donnerstag Bild: dpa

Die Polizei hat am Donnerstag mehrere Objekte in und um Bremen durchsucht. Im Fokus steht ein jesidischer Clan, der Drogenhandel betrieben haben soll – und zwei Polizisten. Sie sollen interne Informationen verraten haben.

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          In Bremen steht ein 36 Jahre alter Beamter des Landeskriminalamts unter Verdacht, sich mit der Organisierten Kriminalität eingelassen und gegen Gefälligkeiten interne Informationen verraten zu haben. Auch eine 40 Jahre alte Polizistin wird beschuldigt, Dienstgeheimnisse verraten zu haben. Am Donnerstagmorgen durchsuchten Ermittler des Bundeskriminalamts und der Bremer Polizei insgesamt 23 Objekte in der Stadt Bremen sowie deren Umland.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Die Ermittlungen richten sich gegen einen jesidischen Clan, der Drogenhandel und Geldwäsche betrieben haben soll. Bei der Aktion wurden vier Männer festgenommen, von denen zwei neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Die Ermittler stellten zudem Waffen mit Munition, Bargeld sowie Digitalgeräte sicher. Den Beschuldigten soll zudem der Zugriff auf rund 500.000 Euro entzogen werden, die aus dem Verkauf von fünf Kilogramm Cannabis und 14 Kilogramm Kokain stammen sollen.

          Die Ermittlungen in dem Fall dauern bereits seit mehreren Jahren an. Im Zentrum der Ermittlungen steht nach einem Bericht des „Spiegel“ der 41 Jahre alte Mann Halef D., der als Anführer der Kriminellen gilt. Die Behörden habe vor einiger Zeit zudem das Schreiben eines anonymen Hinweisgebers erreicht, das unter anderem sehr konkrete Hinweis auf den Maulwurf in den Reihen der Polizei enthielt. Der beschuldigte LKA-Beamte steht laut „Spiegel“ in Kontakt zu einem Immobilienunternehmer, dessen Räumlichkeiten am Donnerstag ebenfalls durchsucht wurde. Der Mann soll bei der Geldwäsche geholfen haben und könnte dabei von zwei Bankmitarbeitern unterstützt worden sein, deren Büros ebenfalls durchsucht wurden.

          Laut „Spiegel“ gehen die Kenntnisse der Behörden aber auch auf die Entschlüsselung der Chat-Nachrichten des Anbieters Encrochat zurück, das bei der Organisierten Kriminalität über längere Zeit als bevorzugtes Kommunikationsmittel galt. Im vergangenen Jahr gelang es jedoch westeuropäischen Behörden, Millionen dieser Nachrichten zu entschlüsseln. Die Auswertung dieser Daten bietet den Ermittlern in ganz Europa einzigartige Einblicke.

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