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Vater des griechischen Opfers : „Ich kann nicht glauben, dass sie ihn freigelassen haben“

  • Aktualisiert am

Noch immer werden regelmäßig Kerzen und Lichter am Tatort in Freiburg angezündet Bild: dpa

Die Familie der Griechin, die Opfer des mutmaßlichen Sexualmörders von Freiburg wurde, hatte angenommen, der Täter sitze immer noch in Haft. Der Vater ist entsprechend fassungslos: „In was für einem Staat leben wir?“

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          Fassungslos hat sich der Vater der heute 23-jährigen Griechin geäußert, die 2013 auf der Insel Korfu Opfer des mutmaßlichen Sexualstraftäters von Freiburg geworden war. Der Afghane hatte damals versucht, der Studentin die Tasche zu entreißen, und sie dann eine Steilküste hinuntergeworfen. Sie überlebte schwer verletzt. „Meine Tochter leidet heute noch unter Schmerzen und Alpträumen“, sagte Pantelis Chaidos der griechischen Boulevardzeitung „Real News“ (Sonntag). „Ich kann nicht glauben, dass sie ihn freigelassen haben, damit er tötet. In was für einem Staat leben wir?“

          Die Familie habe angenommen, der Täter befinde sich weiterhin in Haft, sagte der Vater der Zeitung weiter. „Zehn Jahre hatte er bekommen und das war noch wenig für das, was er uns angetan hat.“ Seine Tochter müsse nach dem Sturz immer noch Operationen über sich ergehen lassen, die nächste in den kommenden Tagen. Wenn er an die trauernden Eltern des deutschen Mordopfers denke, werde er verrückt.

          Der Afghane war nach der Tat in Griechenland verurteilt, aber im Oktober 2015 unter Auflagen freigelassen worden. Dem Bericht zufolge meldete er sich noch einmal bei der griechischen Polizei, dann tauchte er unter. Im November desselben Jahres gelangte er nach Deutschland.

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