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In South Carolina : Vater wegen der Ermordung seiner fünf Kinder zum Tode verurteilt

  • Aktualisiert am

Timothy Jones im Gerichtssaal Bild: AP

Obwohl ein Mann in Amerika seine fünf Kinder ermordet hat, wollte seine Ex-Frau die Todesstrafe verhindern. Die Geschworen kamen zu einem eindeutigen Ergebnis.

          In Amerika ist ein Mann wegen der Tötung seiner fünf Kinder zum Tode verurteilt worden. Die Geschworenen kamen in ihrer Entscheidung am Donnerstag der Forderung der Staatsanwalt nach. Staatsanwalt Rick Hubbard bezeichnete den Täter als „Monster“. Die Ex-Frau des Verurteilten hatte die Jury gebeten, sein Leben zu schonen.

          Der 37 Jahre alte Timothy Jones war zuvor für schuldig befunden worden, im Jahr 2014 seine fünf Kinder im Alter zwischen einem und acht Jahren getötet zu haben. Jones hatte erklärt, er habe geglaubt, sein sechsjähriger Sohn habe sich mit seiner Ex-Frau gegen ihn verschworen. Er soll seinen Sohn deshalb gezwungen haben, so lange zu trainieren, bis dieser starb.

          Anschließend erdrosselte er seine vier anderen Kinder und fuhr neun Tage lang mit den Leichen umher. Schließlich ließ er sie in Plastiktüten an einem Hügel in Alabama liegen. Jones wurde schließlich bei einer Verkehrskontrolle festgenommen, nachdem ein Beamter Verwesungsgeruch in seinem Auto wahrgenommen hatte.

          Eine Gegenstimme hätte gereicht

          Jones’ Ex-Frau hatte die Geschworenen trotz der Gräueltat aufgefordert, von der Todesstrafe abzusehen. Die Kinder hätten ihn geliebt, sagte sie zur Begründung. „Er hat meinen Kindern gegenüber keinerlei Gnade gezeigt. Aber meine Kinder haben ihn geliebt und ich spreche im Sinne meiner Kinder und nicht für mich selbst“, sagte die Frau. Sie hatte ihrem Mann das Sorgerecht überlassen, weil er als Computeringenieur mehr verdiente als sie.

          Jones’ Anwälte hatten argumentiert, der 37-Jährige sei schizophren und deshalb prozessunfähig. Nicht einmal zwei Stunden berieten die Mitglieder der Jury am 21. Verhandlungstag, bis sie dieses Urteil fällten, wie die Zeitung „TheState“ am Donnerstag berichtete. Bereits vergangene Woche befanden die Geschworenen im amerikanischen Bundesstaat South Carolina den alleinerziehenden Vater für schuldig.

          Eine Gegenstimme bei den Geschworenen hätte gereicht, um statt der Todesstrafe lebenslänglich zu verhängen, hieß es weiter. Bis zur Hinrichtung könnten wegen möglicher Berufungsverfahren allerdings Jahre vergehen, schrieb die Zeitung. Wie viele amerikanische Bundesstaaten habe außerdem auch South Carolina Schwierigkeiten, Todeskandidaten mit der Giftspritze hinzurichten. Das liegt auch daran, dass sich viele Pharmakonzerne weigern, Wirkstoffe zu liefern.

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