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Geschworene in Mordprozess : „Hollywood Ripper“ war zurechnungsfähig

  • Aktualisiert am

Der Angeklagte („Hollywood Ripper“) schließt während seiner Urteilsverkündung im August 2019 die Augen. Bild: AFP

Der „Hollywood Ripper“ wurde nach einem spektakulären Prozess schuldig gesprochen – jetzt schätzten ihn die Geschworenen als zurechnungsfähig ein. Ihm droht die Höchststrafe.

          Der in einem aufsehenerregenden Mordprozess schuldig gesprochene und als „Hollywood Ripper“ bekannte Michael Gargiulo ist von Geschworenen für zurechnungsfähig erklärt worden. Mit der in Los Angeles getroffenen Entscheidung droht dem 43 Jahre alten Mann nun die Todesstrafe. Im September soll die Jury aus je sechs Frauen und Männern über das Strafmaß beraten, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Hätte das Gremium ihn zum Zeitpunkt der Straftaten für unzurechnungsfähig befunden, hätte Gargiulo seine Strafe in einer Anstalt verbüßt.

          Vorige Woche war er wegen Mordes an zwei Frauen und versuchten Mordes an einem dritten Opfer schuldig gesprochen worden. Bei seinen Taten war er äußerst brutal vorgegangen. Gargiulo wurde 2008 wenige Wochen nach einem Messerangriff auf eine Nachbarin in Santa Monica festgenommen. Die Frau überlebte. Durch DNA-Spuren wurde der Tatverdächtige mit der Ermordung von zwei Frauen in den Jahren 2001 und 2005 in Verbindung gebracht.

          Die 22 Jahre alte Ashley Ellerin war 2001 in ihrem Haus mit 47 Messerstichen getötet worden. Ellerin war eine Bekannte des Schauspielers Ashton Kutcher (41, „Two and a Half Men“). Er hatte als Zeuge in dem mehrmonatigen Verfahren ausgesagt. In einem weiteren Prozess wird Gargiulo die Ermordung einer 18 Jahre alten Frau im Jahr 1993 in Chicago im amerikanischen Bundesstaat Illinois vorgeworfen.

          Gargiulo hat die Morde abgestritten. Den Angriff auf die Nachbarin in Santa Monica räumten seine Verteidiger jedoch ein. Über ihren Mandanten sagten sie, er habe an einer psychischen Störung gelitten und könne sich nicht an den Vorfall erinnern. Als Kind sei er schwer misshandelt worden. Die Anklage sprach dagegen von kalkulierten und akribisch ausgeführten Taten.

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