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Urteil : Lebenslange Haft für Mörder der 21-jährigen Alexandra

  • Aktualisiert am

Lebenslange Haft für den Mörder von Alexandra Ryll Bild: ddp

Monatelang hatte die Polizei vergeblich nach der 21 Jahre alten Alexandra aus Sachsen- Anhalt gesucht - bis ihre Leiche im Keller des Nachbarhauses gefunden wurde. Ihr 39 Jahre alter Mörder ist als Sexualstraftäter einschlägig vorbestraft.

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          Rund ein Jahr nach dem Fund der Leiche der 21- jährigen Alexandra aus Neujanisroda (Burgenlandkreis) ist der Mörder zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Der Mann ist als Sexualstraftäter einschlägig vorbestraft. Er war Anfang 2006 wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung an seiner ehemaligen Freundin zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

          Die Richter am Landgericht Halle zeigten sich in ihrem Urteil am Donnerstag überzeugt, dass der 39 Jahre alte Nachbar von Alexandra diese im November 2004 in sein Haus gelockt hat - unter dem Vorwand, ihr Handy gefunden zu haben. Dort hat er sie vergewaltigt und erdrosselt. Danach ließ der Täter die Tote mehrere Tage in dem Haus liegen, bevor er sie im Keller vergrub. Die Verteidigung hatte auf eine Verurteilung wegen Totschlags und maximal zehn Jahre Haft plädiert.

          Keine Reue

          Die Verkäuferin war nach dem Joggen in dem 200-Seelen-Ort spurlos verschwunden. Im Haus des 39-jährigen Nachbarn, der als Eisenschneider in einem Betonwerk gearbeitet hatte, fanden Ermittler zunächst ihr Handy und ein Fußkettchen. Die Leiche der Frau, deren Verschwinden bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, wurde erst eineinhalb Jahre später im Kellerboden entdeckt. Alexandras geständiger Nachbar zeigte keine Reue. „Ich habe nichts mehr zu verlieren“, sagte er in seinem Schlusswort vor Gericht.

          Im Keller des Nachbarhauses wurde Alexandras Leiche nach Monaten gefunden
          Im Keller des Nachbarhauses wurde Alexandras Leiche nach Monaten gefunden : Bild: ddp

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