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Urteil : „Kanzlermasken“-Bankräuber müssen 15 Jahre in Haft

  • Aktualisiert am

Erfolg mit Kanzlermaske? Bild: dpa

Die „Räuber mit den Kanzlermasken“ erbeuteten in einer der spektakulärsten und längsten Bankraubserien der deutschen Geschichte zwischen 1989 und 2002 mehrere Millionen Euro.

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          Die „Räuber mit den Kanzlermasken“ müssen für eine Serie von Banküberfällen 15 Jahre ins Gefängnis. Das entschied am Freitag das Landgericht Bonn. Die 51 und 55 Jahre alten Männer hatten in einer der spektakulärsten und längsten Bankraubserien der deutschen Geschichte zwischen 1989 und 2002 mehrere Millionen Euro erbeutet. Bei ihren oft sehr brutal ausgeführten Überfällen trugen die Männer Masken mit dem Konterfei von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem früheren amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan.

          Die Männer hatten in dem Prozeß ihre bewaffneten Beutezüge zugegeben. Als Grund für das Geständnis nannte einer der Täter Berichte von Zeugen über deren psychisches Leid nach den Überfällen. Wegen des Geständnisses und einer Entschuldigung der Täter bei den Opfern sah das Gericht von einer Sicherungsverwahrung ab. Mit dem Strafmaß folgte das Gericht aber dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Dem Duo bescheinigte das Gericht ein „hohes Maß an krimineller Energie“ und eine ständig gesunkene Hemmschwelle für die Anwendung von Gewalt bei ihren Taten.

          Die beiden mehr als zwei Meter großen Männer waren im Oktober 2002 von einem Spezialeinsatzkommando auf einem Parkplatz in Sankt Augustin bei Bonn festgenommen worden. Sie sollen damals gerade auf dem Weg zu einem weiteren geplanten Überfall gewesen sein. Die sorgfältig geplanten Blitz-Überfälle liefen immer nach dem gleichen Muster ab. Ein Täter zerstörte mit einem Beil die Überwachungskamera, der andere bedrohte die Bankmitarbeiter mit einer Pistole und zwang sie, das Geld herauszugeben.

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