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Urteil gegen U-Bahn-Schläger von Berlin : Zwei Jahre und zehn Monate Gefängnis

  • Aktualisiert am

Der Angeklagte Torben P. muss für zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter Bild: dapd

Das Urteil ist gefällt worden. Der wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagte Torben P. muss für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das entschied das Landgericht Berlin.

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          Wegen eines brutalen Angriffs auf einen heute 30 Jahre alte Installateur auf dem Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße ist der Angeklagte Torben P. zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den 18 Jahre alten Täter am Montag des versuchten Totschlags schuldig.

          Der betrunkene Gymnasiast hatte in der Nacht zu Ostersamstag auf dem Bahnsteig der Linie 6 sein Opfer nach einem Streit mit einer Flasche niedergeschlagen und danach viermal mit großer Wucht gegen und auf den Kopf getreten. Mit dem Urteil folgt das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung plädiert.

          Angeklagter räumte Tat im Wesentlichen ein

          Im Verfahren hatte der Angeklagte die Tat im Wesentlichen gestanden. Hinsichtlich der Tritte verwies er auf Erinnerungslücken, da er betrunken gewesen sei. Zu Prozessbeginn hatte Torben P. gesagt: „Die Tat ist eine Schweinerei“. Sie sei auch nicht durch Alkohol zu entschuldigen.

          Brutaler Übergriff: Bilder der Überwachungskamera zeigen, wie Torben P. auf sein Opfer eintritt
          Brutaler Übergriff: Bilder der Überwachungskamera zeigen, wie Torben P. auf sein Opfer eintritt : Bild: dpa

          Von der Polizei veröffentlichte Sequenzen aus einem BVG-Überwachungsvideo, die Teile des Übergriffs zeigen, hatten nach dem Vorfall für Entsetzen gesorgt. Es schloss sich eine heftige öffentliche Debatte über den Umgang mit jugendlichen Gewalttätern sowie der Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr an.

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