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Fall um Hamburger Taxidieb : BGH bestätigt erstmals Mordurteil gegen Raser

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Ein Mann hatte ein Taxi gestohlen und einen Menschen getötet. Nun ist er zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (Archivbild) Bild: dpa

Ein Mann hatte in Hamburg ein Taxi gestohlen und auf der Flucht vor der Polizei einen tödlichen Unfall verursacht. Nun bestätigt der BGH erstmals das Mordurteil – in einem ähnlichen Fall hatte er es im vergangenen Jahr aufgehoben.

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          Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat erstmals ein Mordurteil nach einem tödlichen Autounfall gegen einen Raser bestätigt. Das Landgericht Hamburg hatte einen bedingten Tötungsvorsatz angenommen und den zur Tatzeit 24 Jahre alten Mann im Februar 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 4. Strafsenat des BGH habe die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen, teilte das oberste Gericht am Freitag in Karlsruhe mit (Aktenzeichen: 4 StR 345/18).

          Im vergangenen Jahr hatte der BGH in einem ähnlichen Fall aus Berlin das bundesweit erste Mordurteil nach einem illegalen Autorennen zweier junger Männer aufgehoben.

          Im Hamburger Fall hatte ein Litauer am frühen Morgen des 4. Mai 2017 ein Taxi gestohlen. Mit dem unbeleuchteten Fahrzeug raste der betrunkene Mann auf der Flucht vor der Polizei durch Hamburg. Kurz vor der Binnenalster beschleunigte er laut Urteil auf Tempo 160 und lenkte auf die Gegenspur des Ballindamms.

          Dort stieß er mit dem Großraumtaxi eines 57 Jahre alten Fahrers zusammen. Dessen 22 Jahre alter Fahrgast – ein Barkeeper, der gerade erst eingestiegen war – kam dabei ums Leben. Ein weiterer Fahrgast und der Taxifahrer kamen mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus. Das Landgericht sprach ihn wegen Mordes, zweifachen versuchten Mordes und zweifacher gefährlicher Körperverletzung schuldig.

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