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Studie aus Harvard : In Amerika ist erster Sex oft Vergewaltigung

  • -Aktualisiert am

Sexuelle Übergriffe hinterlassen bei den Opfern gravierende Schäden sowohl seelischer als auch physischer Art. Bild: dpa

Das erste Mal soll etwas besonderes sein – doch bei jeder sechzehnten Amerikanerin geschieht der erste Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen. Daran leiden die Opfer auch noch Jahre später.

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          Der erste Geschlechtsverkehr geschieht bei einer von 16 Amerikanerinnen gegen ihren Willen. Laut einer Untersuchung der Harvard University lag das durchschnittliche Alter der missbrauchten Befragten bei 15 Jahren. Wie die Forschungsgruppe der Medizinerin Laura Hawks auch feststellte, leiden die Frauen in den Jahren nach der erzwungenen sexuellen Begegnung häufiger unter Unterleibsschmerzen und einem unregelmäßigen Zyklus.

          Zudem hatten sie mehr sexuelle Partner, ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen. „Eine Vergewaltigung als erste sexuelle Erfahrung stellt einen extremen Kontrollverlust über die eigene Sexualität dar. Spätere Gesundheitsprobleme sind keine Überraschung“, sagte die Autorin der Studie „Association Between Forced Sexual Initiation and Health Outcomes“ dem Sender NBC.

          Die Untersuchung, die am Montag in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde, verwies darauf, dass auch frühere Studien zu sexuellen Übergriffen Spätfolgen wie vermindertes Selbstwertgefühl, soziale Isolation und Depressionen beobachtet hätten.

          Für die aktuelle Untersuchung hatte Hawks Daten von mehr als 13000 Frauen aus den Jahren 2011 bis 2017 ausgewertet. Nach Angaben der amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention wird jede fünfte Amerikanerin in ihrem Leben Opfer einer Vergewaltigung. Jede zweite der Frauen wird vor dem 18. Geburtstag missbraucht.

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