https://www.faz.net/-gum-9smt9

Mehrere Festnahmen : Unbekannte greifen Polizisten und Feuerwehrleute in Leipzig an

  • Aktualisiert am

Eine Gruppe von etwa 50 Menschen hat Polizisten und Feuerwehrleute in Leipzig mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Bild: dpa

Eine Gruppe von etwa 50 Menschen hat Polizisten und Feuerwehrleute in Leipzig mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Das Polizeiliche Terrorismus- und Abwehrzentrum soll die Ermittlungen übernehmen.

          1 Min.

          Im Leipziger Stadtteil Connewitz haben Unbekannte in der Nacht zum Samstag Polizisten und Feuerwehrleute angegriffen. Zwei Beamte seien dabei verletzt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Die Einsatzkräfte seien zunächst zu einem Brand an einer Baustelle gerufen worden. Nachdem der Brand gelöscht war, hätten sie sich zurückgezogen. Darauf sei das Feuer nach Angaben der Polizei abermals entfacht worden.

          Eine Gruppe von etwa 50 Menschen habe die zurückkehrenden Polizisten und Feuerwehrleute daraufhin mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Ein Polizist habe dabei ein Knalltrauma erlitten, eine Beamtin wurde durch eine geworfene Flasche verletzt. Außerdem seien mehrere Streifenwagen beschädigt worden. Eine Schadenssumme sei zunächst nicht abzuschätzen gewesen, so die Polizei. Auch nach dem Einsatz kam es in der Umgebung der Baustelle zu Containerbränden.

          Die Polizisten nahmen vor Ort einen 32 Jahre alten Mann fest, der Flaschen geworfen haben soll. Auch andere mutmaßliche Täter wurden vorübergehend festgenommen. Am frühen Samstagmorgen seien alle wieder entlassen worden, so die Polizei. Die Beamten ermitteln wegen schweren Landfriedensbruchs. Das Polizeiliche Terrorismus- und Abwehrzentrum soll die Ermittlungen übernehmen. Laut der „Bild“-Zeitung rechnen die Behörden die Attacken eindeutig dem linksextremistischen Spektrum zu.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hört die Signale: Frankreichs delegierte Industrieministerin Agnès Pannier-Runacher am Freitag im Aluminiumwerk Dunkerque (Dünkirchen)

          Teurer Strom : Europas Aluhütten kämpfen ums Überleben

          Der Strompreisschock setzt den Aluhütten zu. Neuaufträge müssen abgelehnt werden. Frankreich greift der gebeutelten Industrie verstärkt unter die Arme.
          Die Polizei ermittelt gegen den tschechischen Bugatti-Fahrer, der über die A2 raste und sich dabei filmte.

          Bugatti-Fahrer auf der A2 : Nicht immer in der Spur

          Mit 417 Stundenkilometern ist ein Bugatti-Fahrer über die A2 gerast. Der Fall wirft viele rechtliche Fragen auf. Hat er gefährlich in den Straßenverkehr eingegriffen – oder ist er ein Rennen gefahren?