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Missbrauch auf Campingplatz : Zahl der Opfer steigt auf 31

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Der Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde, auf dem mindestens 31 Kinder missbraucht worden sein sollen. Bild: dpa

Auf dem Campingplatz in Lügde sind mehr Kinder als bisher angenommen sexuell missbraucht worden. Die 31 Opfer sind zwischen vier und 13 Jahren alt.

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          Die Zahl der bislang bekannten Opfer schweren sexuellen Missbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde in Nordrhein-Westfalen ist auf 31 gestiegen. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag gemeinsam in Bielefeld mit. Unter den Opfern seien 27 Mädchen und 4 Jungen im Alter zwischen vier und 13 Jahren.

          Bei einer ersten Pressekonferenz Ende Januar waren die Ermittler von 23 Opfern aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ausgegangen, hatten aber auf eine vermutlich hohe Dunkelziffer verwiesen. Aus welchen Bundesländern die jetzt neu identifizierten Opfer kommen, wollte eine Polizeisprecherin nicht sagen.

          Bei der Ermittlungskommission „Eichwald“, benannt nach dem Campingplatz in Lügde, sind nach Polizeiangaben bislang 63 Hinweise eingegangen. Die Ermittlungen hat das Polizeipräsidium Bielefeld als übergeordnete Behörde übernommen.

          Wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Verbreitung von Kinderpornografie sitzen ein 56 Jahre alter Mann aus Lügde, ein 33 Jahre alter Mann aus Steinheim (ebenfalls Nordrhein-Westfalen) und ein 48 Jahre alter Mann aus Stade (Niedersachsen) in Untersuchungshaft.

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