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Ermittlungen eingeleitet : Tunesien verurteilt Attentat in Nizza

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„Solidarisch an der Seite Frankreichs“: Tunesien hat den Messerangriff in Nizza klar verurteilt. Bild: dpa

Die tunesische Regierung hat zum Messerangriff in Nizza klar Stellung bezogen. Man stelle sich solidarisch an die Seite Frankreichs, heißt es. Die Justiz in Tunis leitet Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Attentäter ein.

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          Die tunesische Regierung hat den islamistisch motivierten Messerangriff in Nizza mit drei Toten verurteilt. Tunesien stehe solidarisch an der Seite der französischen Regierung und Bevölkerung, erklärte das Außenministerium des nordafrikanischen Landes am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft in Tunis teilte mit, sie habe angesichts von Berichten, wonach es sich bei dem Attentäter um einen Tunesier gehandelt habe, eine Untersuchung eingeleitet.

          Tunesien lehne „alle Formen von Terrorismus und Extremismus“ ab, erklärte das Ministerium. Religion dürfe nicht für „ideologische oder politische“ Zwecke missbraucht werden. Der Staatsanwalt Mohsen Dali sagte der Nachrichtenagentur AFP, es würden Ermittlungen wegen des Verdachts eingeleitet, „dass ein Tunesier einen Terrorakt außerhalb des Landes verübt“ habe.

          Über Lampedusa in die EU

          Bei dem Mann, der am Donnerstag in Nizza drei Menschen getötet hatte, soll es sich nach Angaben von mit dem Fall vertrauten Kreisen um einen 21-jährigen Mann tunesischer Herkunft handeln. Er soll demnach Ende September über die italienische Insel Lampedusa illegal in die EU gelangt sein.

          Nach italienischen Agenturberichten war er mit anderen Bootsmigranten dort an Land gegangen und im Oktober nach Bari, die Hauptstadt Apuliens, gebracht worden. Dort soll er abgetaucht sein.

          Aus Quellen im Innenministerium in Rom hieß es nur, dem Tunesier sei am 9. Oktober ein Ablehnungsdekret für einen Verbleib geschickt worden. Er sei aufgefordert worden, Italien innerhalb von sieben Tagen zu verlassen. Die tunesischen Behörden hätten Italien nicht vor ihm gewarnt. Auch aus „nachrichtendienstlichen Kanälen“ sei er nicht unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit genannt worden.

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