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Konsularbeamter in Brasilien : Freilassung von deutschem Diplomaten trotz Mordverdachts angeordnet

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Laut der zuständigen Richterin hat die Staatsanwaltschaft die Frist für die Einleitung eines Strafverfahrens verstreichen lassen. Der deutsche Konsularbeamte hatte sich zuvor vergeblich auf die diplomatische Immunität berufen.

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          Ein Gericht in Brasilien hat die Freilassung eines des Mordes an seinem Ehemann verdächtigen deutschen Konsularbeamten aus der Untersuchungshaft angeordnet. Die Staatsanwaltschaft habe die Frist verstreichen lassen, bis zu der sie die Einleitung eines Strafverfahrens hätte beantragen müssen, teilte die zuständige Richterin am Samstag auf Anfrage mit. Zuvor war ein anderer Antrag des Deutschen auf Haftentlassung noch abgelehnt worden. Darin hatte der Mann sich auf seine diplomatische Immunität berufen.

          Der Konsularbeamte war Anfang August in seiner Wohnung in Rio de Janeiro festgenommen worden, nachdem dort die Leiche seines Ehemanns gefunden worden war. Seinen Angaben zufolge habe sich der Belgier plötzlich schlecht gefühlt, sei gestürzt und gestorben. Allerdings entdeckten die Ermittler in der ganzen Wohnung Blutspuren. Dem Obduktionsbericht zufolge führte ein Schlag auf den Hinterkopf zum Tod.

          Medienberichten zufolge war das Paar seit über 20 Jahren verheiratet. Nach Angaben der Polizei wurden am ganzen Körper des Opfers frische und schon ältere Verletzungen entdeckt. Dies deute darauf hin, dass der Mann sowohl am Tag des Todes als auch zuvor starken körperlichen Leiden ausgesetzt war, hieß es in einer Mitteilung der Justiz.

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