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Bombenleger von Austin : Die Suche nach dem Motiv

  • -Aktualisiert am

Ermittler nahe der Stelle, an welcher sich der mutmaßliche Bombenleger von Texas nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei selbst in die Luft strengte. Bild: AP

Der mutmaßliche Bombenleger von Austin hat sich bei der Verfolgung durch die Polizei selbst in die Luft gesprengt. Er wuchs in einer streng religiösen Familie auf. Nun fand die Polizei ein Bekennervideo des Verdächtigen.

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          Nach dem Suizid des mutmaßlichen Bombenattentäters Mark Anthony Conditt, der in Texas während der vergangenen Wochen zwei Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt haben soll, hat die Polizei ein Bekennervideo gefunden. Der Dreiundzwanzigjährige nahm das 25 Minuten lange Video am Dienstagabend auf, um den Bau von insgesamt sieben Sprengkörpern zu detaillieren. Wie Brian Manley, der Polizeichef von Austin, am Mittwoch mitteilte, nannte Conditt in der Aufnahme auf einem Mobiltelefon aber kein Motiv für die Serie von Bombenanschlägen.

          Am 2. März war der erste von sechs Sprengsätzen auf der Veranda eines Hauses detoniert. In den darauffolgenden Wochen folgten vier weitere Anschläge. Mit der sechsten Bombe sprengte sich Conditt am frühen Mittwochmorgen bei der Verfolgung durch die Polizei in seinem Auto selbst in die Luft. Die Ermittler waren ihm durch Überwachungskameras in Poststellen und bei Baumärkten, in denen er Materialien für die Sprengsätze kaufte, auf die Spur gekommen. Zudem hatte die Polizei die Daten seines Mobiltelefons ausgewertet.

          Conditt wuchs als Sohn eines Unternehmensberaters und einer Hausfrau in Pflugerville etwa 30 Kilometer nördlich von Austin auf. Seine streng religiösen Eltern sollen ihn und seine drei Schwestern zuhause unterrichtet haben. In Blogs äußerte sich der Dreiundzwanzigjährige immer wieder kritisch über Homosexuelle und sprach sich für die Todesstrafe aus. Nach einem kurzen Intermezzo an einem Community College arbeitete Conditt als Lagerverwalter und Computertechniker. Bei Nachbarn und Verwandten galt er als zurückhaltend und freundlich. „Wir hatten keine Ahnung von der Dunkelheit, in der Mark offenbar lebte“, teilten seine Eltern am Mittwoch mit.

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