https://www.faz.net/-gum-8lse6

Verdächtige verhaftet : Angelausflug in Norwegen endet für Deutschen tödlich

  • Aktualisiert am

Kriminalbeamte untersuchen das Haus, in dem ein 58 Jahre alter Deutscher tot aufgefunden wurde. Bild: dpa

Drei Deutsche sind nach Norwegen zum Angeln gefahren. Einer von ihnen kam am Wochenende ums Leben. Den hinzugerufenen Rettungskräften kamen die Todesumstände verdächtig vor.

          Bei einem Angelausflug mit Freunden ist ein Mann aus Hannover in Norwegen ums Leben gekommen. Die norwegische Polizei nahm die beiden Begleiter des Mannes am Sonntag auf der Insel Ombo nördlich von Stavanger fest. Einer von ihnen blieb auch am Montag in Polizeigewahrsam und sollte am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Den anderen ließen die Beamten wieder laufen.

          Das Stavanger Universitätsklinikum hatte der Polizei am Sonntagmorgen nach Informationen der norwegischen Aftenposten den Tipp gegeben, dass es in einer Ferienhütte einen Toten gegeben hatte. Den angeforderten Rettungskräften seien die Umstände vor Ort seltsam vorgekommen.

          Dem festgenommenen 55 Jahre alten Mann wird grobe Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Seine Anwältin sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie erwarte, dass ihr Mandant ebenfalls freigelassen werde. Er sei nicht schuld am Tod seines Freundes.

          Unfall oder Absicht?

          Die drei Männer aus Hamburg und Hannover waren zum Angeln nach Norwegen gekommen. Nach ihrem Ausflug am Samstag waren sie in einer Hütte, die sie gemietet hatten. Ein deutscher Nachbar, der zusammen mit seiner Frau die Hütte daneben gemietet hatte, berichtete dem Norwegischen Staatsrundfunk NRK, die drei Männer hätten zusammen Alkohol getrunken, später habe er dann Lärm gehört. Einer der Männer sei nach draußen gegangen, gestolpert und mit dem Kopf aufgeschlagen. Seiner Einschätzung nach handele es sich um einen Unfall. Die Leiche des Mannes sollte noch am Montag obduziert werden.

          Die Anwältin des 55 Jahre alten Verdächtigen wollte diese Version weder bestätigen noch dementieren. „Mein Mandant ist einfach sehr traurig, er hat einen guten Freund verloren. Ich glaube, dass die polizeilichen Ermittlungen zeigen werden, dass es sich hier nicht um eine Straftat handelt“, sagte Inger Marie Sunde dem NRK.

          Auch die Polizei konnte am Montag noch keine genaueren Angaben zum Geschehen machen. Die Ermittler hoffen, dass die Untersuchung der Hütte und die Befragung von Zeugen Aufklärung bringen. Der Deutsche, der freigelassen wurde, gab an, geschlafen zu haben. Als er aufwachte, sei sein 58 Jahre Freund bereits tot gewesen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Missbrauchsfall Lügde : Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

          Der Mann soll nicht direkt an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein, sondern per Webcam zugeschaltet. Ein Gutachter hatte ihn für voll schuldfähig erklärt. Die Vorsitzende Richterin nannte die Taten „schäbig und menschenverachtend“.

          Lichtverschmutzung : Der helle Wahnsinn

          Die Nacht verschwindet und mit ihr zahlreiche Tierarten. Dabei wäre es so einfach, das Licht in den Städten zu dimmen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Wie der Wandel gelingen kann, führt die Sternenstadt Fulda vor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.