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Mögliches Familiendrama : Leichen von Söhnen und ihrem Vater unter Autobahnbrücke gefunden

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Die Polizei sperrte den Fundort der drei Leichen nahe Würzburg ab und untersuchte die Stelle. Bild: dpa

Eine Radfahrerin entdeckt am Morgen zwei tote Jungen unter einer Brücke, etwas abseits davon findet man später die Leiche des Vaters der beiden. Vieles deutet auf ein Familiendrama hin.

          Passanten haben am frühen Morgen auf dem Mainradweg in der Nähe von Würzburg zwei tote Kinder und einen toten Mann entdeckt. Die Hintergründe seien zwar noch unklar, es deute aber vieles auf ein tragisches Familiendrama hin, teilte die Polizei am Freitag nach ersten Ermittlungen mit.

          Zuerst entdeckte eine Radfahrerin die Leichen der Kinder unterhalb einer Autobahnbrücke zwischen Marktbreit und Ochsenfurt, wenig später fanden die dazugerufenen Einsatzkräfte an einer Böschung den toten Mann. „Momentan kann man davon ausgehen, dass sie durch den Sturz von der Brücke zu Tode gekommen sind“, sagte ein Polizeisprecher am Unglücksort. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks hatte die Polizei in einer ersten Stellungnahme vermutet, dass der Mann erst die Kinder von der Brücke warf und sich danach hinunterstürzte.

          Vater und Söhne tot, Mutter nicht vernehmungsfähig

          Bei den Toten handele es sich um einen Vater aus dem unterfränkischen Landkreis Kitzingen und seine beiden zwei und fünf Jahre alten Söhne, berichtete die Staatsanwaltschaft Würzburg am Vormittag. Auf der Brücke der Autobahn 7 zwischen Ochsenfurt und Marktbreit sei am rechten Fahrbahnrand ein Kleintransporter entdeckt worden, hieß es weiter. Dieser soll dem 42 Jahre alten Vater gehört haben. „Wir gehen davon aus, dass die drei mit diesem Fahrzeug hierher gefahren sind,“ sagte ein Polizeisprecher am Unglücksort. In dem Wagen sei ein Abschiedsbrief gefunden worden, berichtete der Bayerische Rundfunk. Das bestätigte die Polizei zunächst nicht.

          Polizisten hätten die Mutter der toten Kinder zu Hause angetroffen, sagte der Polizeisprecher. Sie werde psychologisch betreut und sei derzeit nicht vernehmungsfähig. Er sprach von einer „menschlich beklemmenden Einsatzsituation“ auch für die Mitarbeiter von Polizei und Rettungsdienst. Dennoch betonte er, dass Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Würzburg derzeit „Todesermittlungen“ in alle Richtungen führten. Weitere Erkenntnisse soll die Obduktion der drei Leichen ergeben.

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