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Tote und Verletzte : Angreifer von Moskau wollten aus Gericht fliehen

In diesem Moskauer Gericht haben sich fünf Angeklagte eines Mordprozesses eine Schießerei mit dem Wachpersonal geliefert. Bild: dpa

Eine Bande soll Autofahrer ausgeplündert und getötet haben. Als den Angeklagten der Prozess gemacht werden soll, überwältigen fünf von ihnen ihre Wachen und schießen um sich. Ihren Namen hatte die Bande aus einem Videospiel.

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          Bei einer Schießerei in einem Gerichtsgebäude in Krasnogorsk nahe Moskau sind am Dienstag nach offiziellen Angaben mindestens drei Mitglieder einer Bande von Raubmördern getötet und zwei weitere schwer verwundet worden. Zudem seien drei Mitglieder der Sicherheitskräfte verletzt worden. Nach Angaben des Ermittlungskomitees griffen fünf Angeklagte, denen unter anderem wegen mehrfachen Mordes und Raubes vor dem Gericht des Moskauer Gebiets der Prozess gemacht wird, in einem Aufzug des Gebäudes Vollzugsbeamte an.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Einer der Angeklagten habe begonnen, einen der Beamten zu würgen, woraufhin sich die anderen Angeklagten befreit und den Beamten die Schusswaffen abgenommen hätten. Einer der Wachleute habe aber Verstärkung rufen können, woraufhin ein Schusswechsel losgebrochen sei. Die Angeklagten, hieß es weiter, hätten fliehen wollen, seien aber „neutralisiert“ worden.

          Sie gehören zur sogenannten GTA-Bande, die nach dem Computerspiel „Grand Theft Auto“ (GTA) benannt wurde. Insgesamt neun Mitgliedern der Bande, die alle aus Zentralasien stammen, werden 15 Angriffe mit insgesamt 17 Morden zur Last gelegt; es kommen unter anderem Fälle von Raub und illegalem Waffenbesitz hinzu. Die Bande, die Verbindungen zu radikalen Islamisten aufweisen soll, hatte nach Ansicht der Ermittler zwischen 2009 und 2014 Autofahrern in Moskau, im Moskauer Gebiet sowie im Gebiet Kaluga südwestlich der Hauptstadt aufgelauert. Die Wagen wurden jeweils durch Stachelvorrichtungen gestoppt, die auf die Straßen geworfen wurden, die Fahrer dann angegriffen.

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